Feuerwehr-Wettkampf Team Drosa/Zabitz wird Landesmeister
16.09.2015 20:57 Uhr
Feuerwehrleute aus Drosa und
Zabitz freuen sich über den Landesmeistertitel im
Löschangriff nass.
(BILD: ute nicklisch)
Von Ute
Nicklisch
Team Drosa/Zabitz wird Landesmeister im
Löschangriff nass. Mit dem Kreismeistertitel hatten sich die
Männer für die Landesmeisterschaft in Gollma qualifiziert.
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Drosa/Zabitz.
Dass sich
Fleiß und Kontinuität irgendwann auszahlen, durften die
Feuerwehrmänner aus Drosa und Zabitz am Wochenende einmal
mehr erfahren. Bei der Landesmeisterschaft der Feuerwehren
im „Löschangriff Nass“ holte sich Drosa den Siegerpokal.
Genau genommen handelt es sich um eine gemischte Mannschaft
aus Drosaer und Zabitzer Kameraden, die seit einiger Zeit
gemeinsam trainieren und auch an den Start gehen (die MZ
berichtete). Denn oft kam es vor, dass eine der Mannschaften
an Wettbewerben nicht teilnehmen konnte, weil ein Mann
fehlte.
Seit dem internen Zusammenschluss zu Beginn
des Jahres, so erklärt Matthias Schmidt aus Drosa, sei auch
die Qualität der Leistungen deutlich gestiegen. „Man heizt
sich gegenseitig an“, so der Drosaer Vizewehrleiter. Auch
die regelmäßigen Trainingsstunden nahmen die Männer seitdem
noch ernster. So mancher Sonntagvormittag wurde investiert,
da unter der Woche meist kein gemeinsames Treffen möglich
sei. So ließ der Erfolg auch nicht allzu lange auf sich
warten.
Unter welchem Namen die gemischte Mannschaft
jeweils antritt, hängt von der Technik ab. Drosa ist im
Besitz einer leistungsfähigeren Pumpe der neuen DIN-Technik.
Liegt also Wettkampf mit neuer Technik an, wird als
Mannschaft aus Drosa angetreten. Findet jedoch ein Wettkampf
mit älterer TGL-Technik aus DDR-Zeiten statt, so gehen die
Männer als Zabitzer Mannschaft an den Start. Außerdem gibt
es natürlich weiterhin getrennte Ortsfeuerwehren, da
Feuerwehrsport und Feuerwehrarbeit ein Paar verschiedene
Stiefel sind.
Mit dem Kreismeistertitel hatten sich
die Männer für die Landesmeisterschaft in Gollma im
Saalkreis qualifiziert. Schon am Wochenende davor hatten
sich die Männer den Pokal des Brockenwirtes bei einem
Wettkampf in Elbingerode geholt und dabei einen weiteren
Schuss Siegeszuversicht getankt.
Am Tag der
Entscheidung in Gollma saß dann jeder Handgriff und die
Mannschaft unter dem Namen Drosa schaffte es somit auf Platz
eins. Bis dies jedoch endgültig fest stand, herrschte lange
Zeit totale Spannung. „Bei so manchem unter uns hätte man
besser keinen Puls messen sollen“, machte Schmidt die
spannende Situation deutlich. Denn schon an dritter Stelle
des zweiten Durchgangs gingen die Männer an den Start. Zwar
war ihre Wettbewerbszeit unbestritten super, dennoch folgten
nach ihnen zahlreiche weitere Mannschaften, denen durchaus
eine noch bessere Zeit zuzutrauen war. „Das Leistungsniveau
aller Mannschaften ist sehr hoch“, erklärte Matthias
Schmidt. Schließlich sei der Kreismeistertitel Bedingung zur
Teilnahme an der Landesmeisterschaft. Noch niemals zuvor
habe es die Männermannschaft aus Drosa oder Zabitz auf den
ersten Platz des Landes geschafft. Die Drosaer Frauen
hingegen holten sich schon einmal den Landesmeisterpokal.
In Drosa selbst jedenfalls war die Freude über den
Sieg nicht zu überhören. Mit lautem Feuerwehr-„Tatütata“
fuhren die Männer singend durch das Dorf. Drosas Wehrleiter
Roland Hartling, der aus gesundheitlichen Gründen nicht nach
Gollma mitfahren konnte, nahm die Männer vor dem
Spritzenhaus in Empfang, um ihnen zu gratulieren. Und schon
am kommenden Wochenende geht es weiter zum nächsten
Wettkampf auf die Insel Poel an der Ostsee, ein Kontakt, der
aus langjähriger Kameradschaft resultiert. (mz)
Feuerwehr-Wettkampf: Team Drosa/Zabitz wird Landesmeister |
Köthen - Mitteldeutsche Zeitung - Lesen Sie mehr auf:
http://www.mz-web.de/koethen/feuerwehr-wettkampf-team-drosa-zabitz-wird-landesmeister,20641024,31829648.html#plx115146992
Feuerwehr-Wettkampf Team Drosa/Zabitz wird Landesmeister
16.09.2015 20:57 Uhr
Feuerwehrleute aus Drosa und
Zabitz freuen sich über den Landesmeistertitel im
Löschangriff nass.
(BILD: ute nicklisch)
Von Ute
Nicklisch
Team Drosa/Zabitz wird Landesmeister im
Löschangriff nass. Mit dem Kreismeistertitel hatten sich die
Männer für die Landesmeisterschaft in Gollma qualifiziert.
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Drosa/Zabitz.
Dass sich
Fleiß und Kontinuität irgendwann auszahlen, durften die
Feuerwehrmänner aus Drosa und Zabitz am Wochenende einmal
mehr erfahren. Bei der Landesmeisterschaft der Feuerwehren
im „Löschangriff Nass“ holte sich Drosa den Siegerpokal.
Genau genommen handelt es sich um eine gemischte Mannschaft
aus Drosaer und Zabitzer Kameraden, die seit einiger Zeit
gemeinsam trainieren und auch an den Start gehen (die MZ
berichtete). Denn oft kam es vor, dass eine der Mannschaften
an Wettbewerben nicht teilnehmen konnte, weil ein Mann
fehlte.
Seit dem internen Zusammenschluss zu Beginn
des Jahres, so erklärt Matthias Schmidt aus Drosa, sei auch
die Qualität der Leistungen deutlich gestiegen. „Man heizt
sich gegenseitig an“, so der Drosaer Vizewehrleiter. Auch
die regelmäßigen Trainingsstunden nahmen die Männer seitdem
noch ernster. So mancher Sonntagvormittag wurde investiert,
da unter der Woche meist kein gemeinsames Treffen möglich
sei. So ließ der Erfolg auch nicht allzu lange auf sich
warten.
Unter welchem Namen die gemischte Mannschaft
jeweils antritt, hängt von der Technik ab. Drosa ist im
Besitz einer leistungsfähigeren Pumpe der neuen DIN-Technik.
Liegt also Wettkampf mit neuer Technik an, wird als
Mannschaft aus Drosa angetreten. Findet jedoch ein Wettkampf
mit älterer TGL-Technik aus DDR-Zeiten statt, so gehen die
Männer als Zabitzer Mannschaft an den Start. Außerdem gibt
es natürlich weiterhin getrennte Ortsfeuerwehren, da
Feuerwehrsport und Feuerwehrarbeit ein Paar verschiedene
Stiefel sind.
Mit dem Kreismeistertitel hatten sich
die Männer für die Landesmeisterschaft in Gollma im
Saalkreis qualifiziert. Schon am Wochenende davor hatten
sich die Männer den Pokal des Brockenwirtes bei einem
Wettkampf in Elbingerode geholt und dabei einen weiteren
Schuss Siegeszuversicht getankt.
Am Tag der
Entscheidung in Gollma saß dann jeder Handgriff und die
Mannschaft unter dem Namen Drosa schaffte es somit auf Platz
eins. Bis dies jedoch endgültig fest stand, herrschte lange
Zeit totale Spannung. „Bei so manchem unter uns hätte man
besser keinen Puls messen sollen“, machte Schmidt die
spannende Situation deutlich. Denn schon an dritter Stelle
des zweiten Durchgangs gingen die Männer an den Start. Zwar
war ihre Wettbewerbszeit unbestritten super, dennoch folgten
nach ihnen zahlreiche weitere Mannschaften, denen durchaus
eine noch bessere Zeit zuzutrauen war. „Das Leistungsniveau
aller Mannschaften ist sehr hoch“, erklärte Matthias
Schmidt. Schließlich sei der Kreismeistertitel Bedingung zur
Teilnahme an der Landesmeisterschaft. Noch niemals zuvor
habe es die Männermannschaft aus Drosa oder Zabitz auf den
ersten Platz des Landes geschafft. Die Drosaer Frauen
hingegen holten sich schon einmal den Landesmeisterpokal.
In Drosa selbst jedenfalls war die Freude über den
Sieg nicht zu überhören. Mit lautem Feuerwehr-„Tatütata“
fuhren die Männer singend durch das Dorf. Drosas Wehrleiter
Roland Hartling, der aus gesundheitlichen Gründen nicht nach
Gollma mitfahren konnte, nahm die Männer vor dem
Spritzenhaus in Empfang, um ihnen zu gratulieren. Und schon
am kommenden Wochenende geht es weiter zum nächsten
Wettkampf auf die Insel Poel an der Ostsee, ein Kontakt, der
aus langjähriger Kameradschaft resultiert. (mz)
Feuerwehr-Wettkampf: Team Drosa/Zabitz wird Landesmeister |
Köthen - Mitteldeutsche Zeitung - Lesen Sie mehr auf:
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Feuerwehr-Wettkampf Team
Drosa/Zabitz wird Landesmeister
16.09.2015 20:57 Uhr
Dass sich Fleiß und Kontinuität irgendwann auszahlen,
durften die Feuerwehrmänner aus Drosa und Zabitz am
Wochenende einmal mehr erfahren. Bei der Landesmeisterschaft
der Feuerwehren im „Löschangriff Nass“ holte sich Drosa den
Siegerpokal. Genau genommen handelt es sich um eine
gemischte Mannschaft aus Drosaer und Zabitzer Kameraden, die
seit einiger Zeit gemeinsam trainieren und auch an den Start
gehen (die MZ berichtete). Denn oft kam es vor, dass eine
der Mannschaften an Wettbewerben nicht teilnehmen konnte,
weil ein Mann fehlte.
Seit dem internen
Zusammenschluss zu Beginn des Jahres, so erklärt Matthias
Schmidt aus Drosa, sei auch die Qualität der Leistungen
deutlich gestiegen. „Man heizt sich gegenseitig an“, so der
Drosaer Vizewehrleiter. Auch die regelmäßigen
Trainingsstunden nahmen die Männer seitdem noch ernster. So
mancher Sonntagvormittag wurde investiert, da unter der
Woche meist kein gemeinsames Treffen möglich sei. So ließ
der Erfolg auch nicht allzu lange auf sich warten.
Unter welchem Namen die gemischte Mannschaft jeweils
antritt, hängt von der Technik ab. Drosa ist im Besitz einer
leistungsfähigeren Pumpe der neuen DIN-Technik. Liegt also
Wettkampf mit neuer Technik an, wird als Mannschaft aus
Drosa angetreten. Findet jedoch ein Wettkampf mit älterer
TGL-Technik aus DDR-Zeiten statt, so gehen die Männer als
Zabitzer Mannschaft an den Start. Außerdem gibt es natürlich
weiterhin getrennte Ortsfeuerwehren, da Feuerwehrsport und
Feuerwehrarbeit ein Paar verschiedene Stiefel sind.
Mit dem Kreismeistertitel hatten sich die Männer für die
Landesmeisterschaft in Gollma im Saalkreis qualifiziert.
Schon am Wochenende davor hatten sich die Männer den Pokal
des Brockenwirtes bei einem Wettkampf in Elbingerode geholt
und dabei einen weiteren Schuss Siegeszuversicht getankt.
Am Tag der Entscheidung in Gollma saß dann jeder
Handgriff und die Mannschaft unter dem Namen Drosa schaffte
es somit auf Platz eins. Bis dies jedoch endgültig fest
stand, herrschte lange Zeit totale Spannung. „Bei so manchem
unter uns hätte man besser keinen Puls messen sollen“,
machte Schmidt die spannende Situation deutlich. Denn schon
an dritter Stelle des zweiten Durchgangs gingen die Männer
an den Start. Zwar war ihre Wettbewerbszeit unbestritten
super, dennoch folgten nach ihnen zahlreiche weitere
Mannschaften, denen durchaus eine noch bessere Zeit
zuzutrauen war. „Das Leistungsniveau aller Mannschaften ist
sehr hoch“, erklärte Matthias Schmidt. Schließlich sei der
Kreismeistertitel Bedingung zur Teilnahme an der
Landesmeisterschaft. Noch niemals zuvor habe es die
Männermannschaft aus Drosa oder Zabitz auf den ersten Platz
des Landes geschafft. Die Drosaer Frauen hingegen holten
sich schon einmal den Landesmeisterpokal.
In Drosa
selbst jedenfalls war die Freude über den Sieg nicht zu
überhören. Mit lautem Feuerwehr-„Tatütata“ fuhren die Männer
singend durch das Dorf. Drosas Wehrleiter Roland Hartling,
der aus gesundheitlichen Gründen nicht nach Gollma mitfahren
konnte, nahm die Männer vor dem Spritzenhaus in Empfang, um
ihnen zu gratulieren. Und schon am kommenden Wochenende geht
es weiter zum nächsten Wettkampf auf die Insel Poel an der
Ostsee, ein Kontakt, der aus langjähriger Kameradschaft
resultiert. (mz)
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Brand in Dornbock
Traktor fängt Feuer
02.08.2014 19:17 Uhr
Feuerwehrleute sind in Dornbock im Einsatz, um einen
in Brand geratenen Traktor zu löschen.
(BILD: Ute Nicklisch)
Beim Mulchen eines Stoppelackers hat am späten
Samstagnachmittag ein Traktor im Osternienburger Land
Feuer gefangen. Der Fahrer des Geräts konnte sich noch
rechtzeitig in Sicherheit bringen.
Dornbock/MZ.
Am Samstagabend gegen 17.30 Uhr
wurden Feuerwehren des Salzlandkreis sowie des
Osternienburger Landes alarmiert. Der Brandort befand sich
direkt an der Kreisgrenze zwischen Salzlandkreis und
Anhalt-Bitterfeld. Ein Traktor der Marke Fendt fing
beim sogenannten Mulchen auf einem Ackerstück am Gramsdorfer
Weg bei Dornbock Feuer. Der Fahrer des landwirtschaftlichen
Gerätes konnte sich nur noch in Sicherheit bringen, bevor
der Traktor in Flammen stand. Der Fendt samt Mulcher gehört
dem Unternehmen Habuck GbR aus Trabitz (Salzlandkreis). Am
Einsatzort waren die Feuerwehren des Osternienburger Landes
Micheln, Klietzen, Dornbock, Drosa, Wulfen, Diebzig sowie
Zuchau, Groß Rosenburg, Sachsendorf und Breitenhagen aus dem
Salzlandkreis.
Dornbock
Freiwillige Feuerwehr feiert Jubiläum
01.05.2014 14:44 Uhr
In Dornbock hat die Freiwillige Feuerwehr Jubiläum
gefeiert. (BILD: Heiko
Rebsch)
In Dornbock hat die Freiwillige Feuerwehr am Donnerstag
den 80. Jahrestag ihres Bestehens gefeiert. Neben der
Beförderung und Auszeichnung verdienter Feuerwehrleute
stand vor allen Dingen die Weihe und Übergabe der neuen
Fahne der Wehr im Zentrum der Veranstaltung.
Neuer Vorstand für den
Feuerwehrverband Köthen-Zerbst

28.04.2014 02:34 Uhr
Von Thomas Drechsel

Der neue Vorstand des Feuerwehrverbandes
Köthen-Zerbst: Tobias Möhsner, Hans-Uwe
Räck, Gerald Liesche, Kerstin Zehle (nicht
im Bild). Dazu rechts Kassenwart Bjoern
Neiseke. | Foto: Th. Drechsel
Jütrichau l Der
Feuerwehrverband Köthen-Zerbst/Anhalt hat einen neuen
Vorstand. Der 29-jährige Tobias Möhsner aus Trebbichau
(Osternienburger Land) führt den Verband für die nächsten
vier Jahre an. Die Verlängerung der Wahlperiode von bislang
drei auf vier Jahre war von der Delegiertenversammlung am
Sonnabend in Jütrichau beschlossen worden. Möhsner wird von
drei Stellvertretern im geschäftsführenden Vorstand
unterstützt. Zur Wahl standen Gerald Liesche (Stadt
Südliches Anhalt), Kerstin Zehle aus Deetz (sie war am
Sonnabend entschuldigt abwesend) und Hans-Uwe Räck (Aken).
Räck ist als einziger auch Mitglied des alten Vorstandes.
Hans Wink (Jütrichau) und Siegfried Schellin (Güterglück)
traten aus Alters- und persönlichen Gründen nicht erneut an.
Räck erklärte, seine gesundheitliche Verfassung habe sich
deutlich gebessert, so dass er nun doch kandidierte. Alle
Vorstandsmitglieder wurden mit deutlicher Mehrheit gewählt.
Zugleich gab es herzliche Worte an den
scheidenden Vorstand, insbesondere den bisherigen
Vorsitzenden Siegfried Schellin. Landrat Uwe Schulze (CDU)
überreichte eine Dankes- urkunde. Schellin habe den Verband
ins Laufen gebracht und die unverzichtbare
Interessenvertretung der Zerbst-Köthener Feuerwehren bei
anderen Institutionen und in der Landespolitik
sichergestellt.
Schellin selbst bilanzierte im
Rechenschaftsbericht eine stets gute Zusammenarbeit mit den
Stadt- und Gemeindewehrleitern sowie den Ordnungsämtern der
Städte und Gemeinden. Über den Verband sind die
Feuerwehrkameraden im Ausbildungs- und Einsatzdienst über
die Feuerwehrunfallkasse sozial abgesichert. Der Vorstand
ist im Rahmen eines Vertrages mit der Öffentlichen
Versicherung Sachsen-Anhalt bei nicht-dienstlichen
Veranstaltungen abgesichert (Floriansvertrag).
Schellin erklärte, die fünf Orts- und
Gemeindewehrleiter sollten künftig als reguläre,
stimmberechtigte Mitglieder im Vorstand tätig sein können.
Dem folgte die Versammlung mit einer entsprechenden
Satzungsänderung.
Die abgelaufene Verbandswahlperiode hatte
auch die Problematik des finanziell angeschlagenen
Landesfeuerwehrverbandes zu behandeln. Schellin dankte
insbesondere den Kommunen, dass sie über eine anteilige
Mitfinanzierung der Außenstände für einen Fortbestand des
Dachverbandes sorgten. Zugleich forderte er das Land auf,
die Feuerschutzsteuer künftig zur Hälfte direkt den Städten
und Gemeinden zu übergeben und dem Landesfeuerwehrverband
mindestens ein Prozent abzugeben.
Schellin kritisierte die Entwicklung des
Umgangs mit der Landesfeuerwehrschule in Heyrothsberge. Hier
fallen Lehrgänge plötzlich ersatzlos aus. "Der Nachholbedarf
in der Ausbildung von Führungskräften ist nicht zu
übersehen", warnte der scheidende Vorsitzende. Einzelnen
Feuerwehren drohe bereits das Aus, weil jeweils ausgebildete
Führungskräfte fehlen.
Der Feuerwehrverband Köthen-Zerbst hat
aktuell 2549 Mitglieder. Der Verband förderte 2013 mit
11 000 Euro den Ankauf von 300 Winter-Einsatzbekleidungen
für die Jugendwehren. Das Geld stammt von Sponsoren
(Kreissparkasse), Landkreis, Städten und Gemeinden.
Tobias Möhsner
27.04.2014 19:19 Uhr
Tobias Möhsner aus Trebbichau wurde zum neuen
Verbandsvorsitzenden gewählt. Möhsner ist 29 Jahre alt und seit
Verbandsgründung deren Verbandsjugendwart. Er ist aktives Mitglied
der Freiwilligen Feuerwehr Micheln (Zugführer). Der
Landmaschinenmechaniker studiert derzeit Landwirtschaft in Bernburg.
„Ich möchte, dass die Verbandsarbeit und die Interessenvertretung
auf hohem Niveau erhalten bleiben“, sagte Möhsner, der auf eine enge
Zusammenarbeit mit den Kommunen und Wehren setzt.
Theater in Drosa
Männer schlüpfen in Frauenkleider
24.03.2014

In Drosa müssen Männer auch schon mal in Kleider schlüpfen.
(BILD: Heiko Rebsch)
Von Uwe Lehmann
Beim Feuerwehrball in Drosa haben junge Laiendarsteller
das Stück „Die Schwiegermutter im Schilderhaus“ aufgeführt.
Dabei mussten einige der männlichen Darsteller in Frauenkleider
schlüpfen. Das Stück wurde bereits 1991 von der ersten
Laienspielgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Drosa aufgeführt.
„Mit Gott für die Volk und der Vaterland“, so lautete
die Parole der von Robert Fritsche verkörperten polnischen
Schildwache Robracki. „Prost!“, erwiderten seine Mitstreiter auf der
Bühne. Aus dem Publikum ließ Carsten Friedrich nun wissen: „Jetzt
geht’s awwer los!“ Der Vorhang öffnete sich und es war wieder so
weit: Die Bühne im Saal der Gaststätte „Am Schänkenplatz“ in Drosa
war hergerichtet für die Aufführung eines Theaterstücks.
Alte Bauernschwänke in Drosaer Mundart sind es
sonst, die die Leute hier erwarten und begeistern. In diesem Jahr
stand aber mit „Die Schwiegermutter im Schilderhaus“ ein
Militärschwank aus dem Jahr 1919 auf dem Programm - in Drosa kein
unbekanntes Stück, wurde es doch schon 1991 von der ersten
Laienspielgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Drosa aufgeführt.
Die Zeiten haben sich geändert. Jede Gruppe hat
ihren eigenen Stil entwickelt. So auch die Darsteller, die am
Sonnabend auf der Bühne standen.
Männer schlüpfen in weibliche Rollen
Robert Fritsche spielte einen Polnisch
sprechenden Grenadier, der sich auf einem Wachposten befand und vom
militärisch korrekt auftretenden Leutnant von Bergen - in Person von
Erik Lier - kontrolliert wurde. Es gab außerdem den jung, frech und
verliebt agierenden Gefreiten Paul Huber, alias David Wernecke. Wie
schon im vergangenen Jahr, so schlüpfte Marco Becker auch dieses Mal
in eine weibliche Rolle. Er verkörperte die Schwiegermutter
Euphrosine. An seiner Seite spielte Tom Kaltschmidt den Ehemann
Knax, der nichts zu lachen hatte. Ihre Rollen hatten sich die fünf
Akteure selbst ausgesucht. Für Hannes König blieb die des Lieschens
übrig, die Tochter der beiden.
Wie immer in solchen Schwänken, ging es um eine
Liebesgeschichte, die mit vielen lustigen Wirrungen und
Verstrickungen ausgestattet war und am Ende zum Happy End führte.
Lieschen soll verkuppelt werden
Lieschen soll mit Vetter Zuzelbach verkuppelt
werden. Aber der Gefreite Paul Huber hat etwas dagegen. Er trifft
sich mit „seinem“ Lieschen und will endlich reinen Tisch machen.
„Heute wird ernst gemacht! Ich werde mich ihr mutig in den Weg
stellen“, versichert er in Gedanken an seine Schwiegermutter.
Die Geschichte nimmt Fahrt auf, als diese den
Wachtposten Robracki unter anderem als Hottentotte beschimpft und
dafür ins Schilderhäuschen eingesperrt wird. Ehemann Knax kann sich
kaum beherrschen, als er Euphrosine im Schilderhaus gefangen sieht.
Er springt auf der Bühne herum wie Rumpelstilzchen, feixt und freut
sich, dass er endlich aus den Zwängen seiner Frau herausgekommen ist
- wobei ihm der Bart abfällt, was für weiteres Gelächter im Publikum
sorgt. Leutnant von Bergen entlockte der Schwiegermutter dann aber
doch den Segen zur Verlobung des verliebten Paares.
Die Darsteller schmieden bereits Pläne für das
kommende Jahr. Sie haben sich sogar schon ein Stück ausgesucht.
Welches das sein wird, bleibt ihr Geheimnis. Es wird - wie immer -
erst am Abend des Feuerwehrballs gelüftet. In einem Jahr also.
Regie und Requisiten
Zum 25. Mal hintereinander konnten die Besucher
des alljährlichen Feuerwehrballs in Drosa eine Theateraufführung
erleben.
Der Beifall gebührte am Ende nicht nur den
Darstellern auf der Bühne. Denn was wären Schauspieler ohne das Team
dahinter? Zur Gruppe gehörten auch Ines Hartling, Ariane Schumann
und Bernd Seifert für Regie und Maske. Für die Requisiten waren
Thomas Nicklisch und Laura Streuber verantwortlich. (ule)
Kreisbrandmeister Anhalt-Bitterfeld

Neuer Kreisbrandmeister in
Anhalt-Bitterfeld Landrat Schulze
beruft Heiko Bergfeld
02.03.2014 17:42 Uhr
Landrat Uwe Schulze beruft Heiko Bergfeld (l.) zum
Kreisbrandmeister. Mit dabei ist Herbert Paulus, der die
Geschäfte übergangsweise führte.
(BILD: André Kehrer)
Von michael maul
Heiko Bergfeld aus Deetz ist von Landrat Uwe Schulze in das
Ehrenamt als neuer Kreisbrandmeister berufen worden. Die
Amtszeit dauert sechs Jahre.
Ab heute ist Heiko Bergfeld aus Deetz der erste
Feuerwehrmann in Anhalt-Bitterfeld. Über die Personalie des neuen
Kreisbrandmeisters herrschte lange Ungewissheit. In einer kleinen
Feierstunde im Amt für Brand-, Katastrophenschutz und Rettungswesen
(BKR) in Bitterfeld übergab Landrat Uwe Schulze (CDU) gestern
Nachmittag dem Deetzer die Ernennungsurkunde und die dazu gehörenden
Schulterstücke. „Damit ist eine fast neunmonatige Zeit der
Ungewissheit zu Ende und wir können uns wieder auf die eigentliche
Arbeit konzentrieren“, sagt der neue Kreisbrandmeister.
Alle Wehren sollen an einem Strang ziehen
Dem Spruch: „Neue Besen kehren gut“ möchte Heiko
Bergfeld nicht folgen. „Wir werden uns Ende dieses Monats mit allen
Stadt- und Gemeindewehrleitern des Landkreises zusammensetzen und
über die neuen Aufgaben sprechen“, gibt er die Richtung vor. Wichtig
sei, so der neue Mann an der Spitze der Brandbekämpfer des
Landkreises, dass alle Wehren und jedes einzelne Mitglied an einem
Strang ziehen. Bestehende Probleme, die es an der einen oder anderen
Stelle noch gibt, müssten im Sinne der Sicherheit für die Bürger
geklärt werden. „Wenn alle mal über den eigenen Tellerrand
hinausschauen, sollte auch das Problem der Einsatzbereitschaft der
einzelnen Ortswehren in den Griff zu bekommen sein“, meint Bergfeld.
Ehrenbeamtenverhältnis
Für die Dauer
von sechs Jahren wird der
Kreisbrandmeister von Anhalt-Bitterfeld
auf Vorschlag der Wehrleiter des Kreises
in das Ehrenbeamtenverhältnis berufen.
Die Berufung erfolgt durch den Landrat.
Das an vielen Stellen schon angewandte
Rendezvous-Verfahren habe sich bewährt und müsse noch weiter
ausgebaut werden. Das soll heißen: Bei einem Einsatz werden mehrere
Ortswehren gleichzeitig alarmiert, um eine ausreichende Stärke zu
gewährleisten. In diesem Zusammenhang komme man sicher nicht um die
Frage der Zusammenlegung von Wehren herum, meint Bergfeld. Aber auch
das müsse mit Sorgfalt und Einbeziehung der Betroffenen diskutiert
werden. Er kennt die Bedeutung der Wehren und ihrer Fördervereine in
den kleinen Ortsteilen.
In Bergfelds Fußstapfen
Die Brandschutzkarriere von Heiko Bergfeld, die
2016 schon 40 Jahre dauert, hat in seiner frühen Jugend begonnen.
„Mit sieben Jahren habe ich mich bei den jungen Brandschutzhelfern
angemeldet“, blickt der jetzt 45-Jährige zurück. Danach folgte die
schrittweise Aus- und Weiterbildung und kurz nach der Wende übernahm
der damals 23-Jährige die Funktion des stellvertretenden
Wirkungsbereichsleiters für den Bereich um Zerbst herum.
Familiäre Vorbelastungen habe es bei Bergfelds
nicht gegeben, sagt er, freut sich aber, dass sein Sohn schon in
seine Fußstapfen getreten ist. Seine Tochter indes hat mit der
Feuerwehr nichts am Hut, sagt er lachend. „Jedenfalls zurzeit noch
nicht.“
Vor seiner Berufung zum Kreisbrandmeister war
Heiko Bergfeld stellvertretender Abschnittsleiter des Abschnittes
Nord im Landkreis Anhalt-Bitterfeld.
Querelen hatte es im Vorfeld der Amtsübernahme
gegeben, weil bei der ersten Wahl im Mai 2013 eine Patt-Situation
entstanden war und Bergfeld aufgrund der Mehrzahl der hinter ihm
stehenden Ortswehrleiter zum Sieger erklärt wurde. Dagegen hatte
sein Vorgänger vor Gericht geklagt und hatte damit Erfolg gehabt.
Bei der erneuten Wahl war das Stimmenverhältnis mit 8:2 für den
Deetzer eindeutig ausgefallen.
„Bis weißer Rauch aufsteigt“
17.01.2014 20:11 Uhr
Schriftzug und blaues Sondersignal auf einem Fahrzeug einer
Freiwilligen Feuerwehr
(BILD: Symbol/Dpa)
Von Ute hartling-Lieblang
Die Mitteldeutsche Zeitung befragte die Stadtwehrleiter zur
Neuwahl des Kreisbrandmeisters im Landkreis Anhalt-Bitterfeld.
Über ein so wichtiges Amt wie das des Kreisbrandmeisters das Los
entscheiden zu lassen, sei des Amtes nicht würdig, argumentieren
die meisten.
Nachdem das Verwaltungsgericht Halle im Dezember 2013
entschieden hat, dass die am 28. Mai 2013 durchgeführte Wahl zum
Kreisbrandmeister im Landkreis Anhalt-Bitterfeld
„verfahrensrechtlich rechtswidrig“ war, muss die Wahl nunmehr
wiederholt werden.
Einen neuen Wahltermin gibt es laut Auskunft der
Pressestelle beim Landkreis Anhalt-Bitterfeld zwar immer noch nicht,
aber nach MZ-Informationen will Landrat Uwe Schulze (CDU) die
obligatorische Dienstberatung mit den Abschnittsleitern am 28.
Januar dazu nutzen, um auch mit den zehn Stadtwehrleitern in
Anhalt-Bitterfeld das Gespräch zu suchen.
Dabei dürfte es vor allem um die Frage gehen, wie
die Wahl nunmehr rechtskonform gestaltet werden kann, um zu einem
schnellen Ergebnis zu kommen. Das scheint aber nicht so einfach zu
sein, denn während der letzten Wahl war es zweimal zu einem Patt
gekommen. Wie die MZ berichtete, hatten je fünf Stadtwehrleiter für
den damaligen Kandidaten Matthias Winter aus Zörbig und fünf für den
Kandidaten Heiko Bergfeld aus Zerbst gestimmt. Beide Kandidaten
wollen nun nach MZ-Informationen erneut antreten.
Genau dieses Stimmverhältnis könnte sich dadurch
aber wiederholen, vermuten viele der zehn Stadtwehrleiter, mit denen
die MZ dieser Tage am Telefon sprach. Als einziger wollte sich Uwe
Wagner, Stadtwehrleiter in Bitterfeld-Wolfen, nicht zur Sache
äußern. Zwar hat das Gericht signalisiert, dass nicht der gesamte
Wahlakt wiederholt werden müsste, sondern auch das Los in dem
Konkurrentenstreit entscheiden könnte, das lehnt allerdings die
Mehrzahl der Stadtwehrleiter, so auch der Köthener Rüdiger Galander,
ab.
Losentscheid wäre wie ein „Lotteriegewinn“
Über ein so wichtiges Amt wie das des
Kreisbrandmeisters das Los entscheiden zu lassen, sei des Amtes
nicht würdig, argumentieren die meisten.
Nur Uwe Gebel, Gemeindewehrleiter im
Osternienburger Land, erklärte gegenüber der MZ, für ihn sei auch
das Losverfahren akzeptabel, weil es ohnehin wieder zu einem
5:5-Patt kommen werde. Das sieht Danilo Licht aus Aken zum Beispiel
nicht so. „Ich glaube diesmal nicht an ein Patt“, sagte er. Der
Zerbster Jürgen Dornblut favorisiert zum Beispiel eine Neuwahl von
Anfang an, ein Losentscheid wäre für ihn wie ein „Lotteriegewinn“.
Auch für Wolfgang Edler aus der Gemeinde
Muldestausee steht fest: „Das Los ist für mich die letzte aller
Möglichkeiten.“ Wilfried Nitsche, Stadtwehrleiter in Raguhn/Jeßnitz,
bringt es für sich auf den Punkt: „Wir müssen so lange wählen, bis
weißer Rauch aufsteigt“, eine andere Möglichkeit sehe er nicht. Es
könne nicht angehen, die Zahl der Ortswehrleiter, die hinter den
jeweiligen Stadtwehrleitern stehen, mit ins Kalkül zu ziehen, wie
das bei der letzten Wahl der Fall gewesen sei.
Einem derartigen „Differenzierungskriterium“
hatte auch das Gericht in seinem Beschluss vom Dezember eine Absage
erteilt, weil das Brandschutzgesetz des Landes Sachsen-Anhalt „nicht
die Ortswehrleiter als Entscheider über den Vorschlag, wer als
Kreisbrandmeister berufen werden soll, vorsieht, sondern die
Gemeindewehrleiter“, schreibt das Verwaltungsgericht. Matthias
Winter, der den Wahlakt vom Mai vor Gericht angefochten hatte, sieht
sich in seiner Kritik bestätigt. „Ich bin mit dem Ergebnis voll
zufrieden“, sagt er. Winter, der inzwischen zum Stadtwehrleiter in
Zörbig gewählt wurde, sieht darin keinen Grund, nicht an dem
kommenden Wahlakt teilzunehmen. Vielmehr geht er davon aus, dass ein
Erlass des Innenministeriums, der die Beteiligung der Ortswehrleiter
an der Wahl des Kreisbrandmeisters vorsehe, nunmehr zum Tragen
komme. Das wäre in seinem Sinne, gab er der MZ zu verstehen. „Was
hat es mit dem neuen Erlass auf sich?“, fragte die MZ bei der
Pressestelle des Innenministeriums.
„Privatmeinung“ zum Ausdruck gebracht
Die Meinung der Ortswehrleiter wollten auch die
meisten Stadtwehrleiter im Mai 2013 nicht unberücksichtigt lassen,
als sie sich nach dem Patt dafür entschieden, die fünf Stimmen aus
dem Altkreisen Köthen und Zerbst stärker zu wichten als die aus
Bitterfeld.
Die Stadtwehrleiter hätten mit ihrer
Wahlentscheidung also nicht nur ihre „Privatmeinung“ zum Ausdruck
gebracht, sagt Michael Wichmann, Stadt Südliches Anhalt. „Wir
brauchen einen stabilen Kreisbrandmeister“, betont er, die Wahl
wolle er sich nicht durch einen Losentscheid aus der Hand nehmen
lassen. Für ihn gibt es aber noch einen anderen Aspekt zu bedenken:
Im Brandschutzgesetz gebe es inzwischen einige Veränderungen. So
auch bei der Wahl der drei Abschnittsleiter. Deshalb plädiert
Wichmann für eine Zusammenlegung der Wahlakte.
Er sei schon bei der letzten Wahl gegen das Los
gewesen, betont auch Sven Winterling von der Stadt
Sandersdorf-Brehna. „Wir haben ohnehin nur das Vorschlagsrecht“,
erklärt er. Die Berufung sei letztlich Sache des Landrates. Für ihn
ist die Einbeziehung der Ortswehrleiter das „gerechteste Votum“. Für
Winterling stellt sich aber noch eine andere Frage: „Stimmt diesmal
für Zörbig der alte oder neue Stadtwehrleiter ab?“
Maxdorf im Kreis Anhalt-Bitterfeld,
Zug rast am Bahnübergang in Auto
08.12.2013 15:41 Uhr |
Aktualisiert 09.12.2013 10:42 Uhr

Am Bahnübergang zwischen Maxdorf und Wulfen ist der Asphalt
an den Gleisen entfernt worden. In der Lücke ist der Pkw
steckengeblieben.
(BILD: Rebsch)
Von Katrin Noack
An einem gesperrten Bahnübergang zwischen Maxdorf und Wulfen ist
ein Güterzug in einen Pkw gerast. Das Auto wurde vollkommen
zerstört, die Lok stark beschädigt.
Mit dem Schrecken davon gekommen ist am Samstagabend
ein Autofahrer aus Aken am Bahnübergang zwischen Maxdorf und Wulfen.
Der 28-Jährige war mit seinem VW Polo kurz vor 19 Uhr auf der
Kreisstraße von Maxdorf kommend auf den gesperrten Übergang gefahren
und mit dem Auto im Gleisbett stecken geblieben. Als er sein Unglück
bemerkte, näherte sich bereits ein Güterzug aus Richtung Köthen
kommend dem Bahnübergang. Der Mann verließ eilig sein Fahrzeug und
die Gleise. Nur Augenblicke später raste der Zug in den Pkw und
schleifte ihn noch etwa einhundert Meter mit sich, bevor der
Lokführer den Zug anhalten konnte.
Feuerwehrleute übernahmen die Bergung
„Das Auto war ein Totalschaden, die Lok wurde
dabei stark beschädigt“, berichtete Uwe Gebel von der Wucht des
Aufpralls. Der Gemeindewehrleiter der gemeinde Osternienburger Land
leitete die Bergungsarbeiten am Bahnübergang. Als er und 30 weitere
Kameraden mit Wehren aus Drosa, Dornbock und Wulfen gegen 19.15 Uhr
eintrafen, waren Polizei und Bahnmanager schon vor Ort. Dort fanden
sie auch den unter Schock stehenden Lokführer vor. „Er dachte ja, im
Auto sitzt jemand drin“. Der Pkw-Fahrer sei dagegen recht gefasst
gewesen.
Die Feuerwehrleute übernahmen die Bergung des
vollkommen zerstörten Pkw von den Gleisen, die bis 23 Uhr dauerte.
Als erstes mussten sie aber die Unfallstelle absperren, denn „es
kamen noch andere Pkw von hinten gefahren“, schilderte Gebel. Sie
hatten - wie wohl auch auch der Akener - die Umleitungsschilder für
den gesperrten Bahnübergang nicht gesehen und waren weiter geradeaus
nach Wulfen gefahren. „Der Sturm hat die Schilder umgeworfen“,
erklärte der Wehrleiter.
Übergang wird gerade ausgebessert
Allerdings wäre die Fahrt noch vor dem
Bahnübergang zu Ende gewesen. Direkt davor steht eine Sperre, die
fast die Breite der Fahrbahn einnimmt. Das ergaben MZ-Recherchen vor
Ort und das bestätigte auch Uwe Gebel. „Mir ist unverständlich, wie
der Mann da durchfahren konnte“, sagte er. Mitarbeiter der Baufirma
BUG hätten erst am Nachmittag die Sperre aufgebaut und ihn darüber
auch informiert.
Der Übergang wird gerade ausgebessert und ist
deshalb abgesperrt. Mit dem Stand Sonntagvormittag hatten
Mitarbeiter der Firma BUG den Straßenbelag zwischen Gleisbett und
Straße auf der Wulfener Seite entfernt, um später das stark
beanspruchte Gleis stopfen zu können. Hier tut sich nun ein Graben
auf, in dem der Polo des Akeners stecken blieb. Warum der junge Mann
jedoch nicht vorher stoppte, klärt nun die Polizei, die gegen ihn
ermittelt.
Zusammenstoß
bei strömendem Regen

13.10.2013 21:14 Uhr | Aktualisiert 13.10.2013 21:18 Uhr
Die Kreuzung wurde von der Feuerwehr gereinigt.
(BILD: Michael Maul)
Am Samstagmorgen stößt ein Auto mit einem Feuerwehrtransporter
zusammen. Ein 18-Jähriger wird dabei verletzt. Öl läuft aus. Die
Feuerwehren aus Sandersdorf und Glebitzsch waren mit dem Wegspülen
beschäftigt.
Ein leicht verletzter Feuerwehrmann und ein Sachschaden von rund 30.500
Euro sind die Bilanz eines Unfalls, der sich am Sonnabend gegen 7.45 Uhr
auf der Kreuzung der B 183 und der Thalheimer Straße in der Nähe der
Ortschaft Thalheim ereignete.Bei strömendem Regen hatte der 72-jährige
Fahrer eines Toyota Lexus, der aus Richtung Thalheim kam, offenbar den
auf der Hauptstraße fahrenden VW-Transporter der Freiwilligen Feuerwehr
Osternienburger Land übersehen. Dieser wollte nach Bitterfeld fahren.
Auf der Kreuzung stießen beide Auto zusammen. Die Wucht des Aufpralls
war so groß, dass der Toyota gegen eine Verkehrsplanke geschleudert
wurde und am Straßenrand in Richtung Bitterfeld zum Stehen kam. Der VW
Transporter schleuderte ebenfalls um seine eigene Achse. Dabei verletzte
sich ein Feuerwehrmann im Inneren des Fahrzeugs leicht. Die Insassen des
Toyota kamen mit dem Schrecken davon.
Durch den Zusammenstoß der beiden Autos hatte sich im gesamten
Kreuzungsbereich ein Ölfilm gebildet, der sich bei dem regnerischen
Wetter schnell ausbreitete. Die Feuerwehren aus Sandersdorf und
Glebitzsch waren mehr als zwei Stunden damit beschäftigt, das Öl zu
binden und die Reste von der Kreuzung zu spülen.
Die Glebitzscher Brandbekämpfer haben sich extra eine spezielle
Kehrmaschine für solche Einsätze gebaut, bei denen größere Mengen an
ausgelaufenen Betriebsstoffen, wie Öl, Benzin oder Diesel, beseitigt
werden müssen. Während an anderen Stellen mit dem Besen gegen das Öl
vorgegangen wird, kann die kleine Maschine wesentlich effektiver
arbeiten. Für diese Arbeiten musste der Kreuzungsbereich zeitweise
komplett gesperrt werden.
Den genauen Unfallhergang hat die Polizei noch nicht zweifelsfrei
geklärt. Ob der Regen oder Unaufmerksamkeit die Ursache waren, wird
derzeit noch ermittelt. An dieser Kreuzung haben sich in den letzten
Monaten bereits mehrere Unfälle ereignet, die auch auf Unaufmerksamkeit
zurückzuführen waren.
Freiwillige Feuerwehr
Eichstedt organisiert Landesmeisterschaften im Löschangriff nass 
Hohndorf siegt, Buch schafft den 3.
Platz
09.09.2013 02:27 Uhr
Von Doreen Schulze

Die Kameraden der
gastgebenden Mannschaft Eichstedt starten. Nach
einem ungültigen Lauf zählt bei ihnen nur die
Zeitmessung des zweiten Laufes, der sie auf Rang 18
bringt. | Foto: Doreen Schulze
Die 28 schnellsten
Männer- und 13 Frauenmannschaften der Feuerwehren in Sachsen-Anhalt
traten Sonnabend bei den Landesmeisterschaften Löschangriff in
Eichstedt an. Aus dem Landkreis Stendal holten die Bucher Männer und
Lüderitzer Frauen Pokale.
Eichstedt l "Eigentlich könnte ich
jetzt nach Hause gehen. Hier klappt alles", zufrieden blickt
Karlheinz Schwerin über den Wettkampfplatz. Der erste Startschuss
ist gefallen, der Wettkampf läuft. Alles ist gut vorbereitet. Auch
wenn die Landesmeisterschaften erstmals in Eichstedt ausgetragen
werden, für Schwerin, der die Wettkämpfe in seinen Ort holte, ist
das kein Neuland. Seit 1993 ist er bei den Landesmeisterschaften als
Kampfrichter dabei, in den jüngst zurückliegenden Jahren auch in
höherer Position. Für seine Verdienste erhielt er am Wochenende das
deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold.

Die Mannschaft aus
Hohndorf (Landkreis Wittenberg) legt mit
21,74 Sekunden den schnellsten Löschangriff hin. |
Foto: Doreen Schulze
Nach Hause ging Schwerin nach
Wettkampfbeginn natürlich nicht. Der Eichstedter Mannschaft drückte
er die Daumen. Nach einem ersten, ungültigen Versuch schaffte es die
Gastgeber-Mannschaft aber nur auf den 18. Platz. Sieger der
Landesmeisterschaften wurde die Truppe aus Hohndorf (Landkreis
Wittenberg), die neben dem Siegerpokal den Wanderpokal des
Innenministeriums erhielt. Die Besten aus dem Landkreis Stendal
waren die Kameraden aus Buch, die ebenso wie die Lüderitzer
Frauenmannschaft den dritten Platz belegten und einen Pokal mit nach
Hause nehmen durften. Für den Landkreis gingen ferner Dequede (7.
Platz) und Kehnert (10. Platz) bei den Männern an den Start. Die
Weißewarter Frauenmannschaft schaffte es auf den sechsten Platz.

Schlagabtausch
zwischen den Erst- (r.) und Zweitplatzierten. |
Foto: Doreen Schulze
Die Wettkämpfe gingen zügig über die
Bühne. Dass jede Mannschaft früh genug wusste, wann sie auf welcher
Bahn startete, beziehungsweise die Zuschauer rasch von den jüngsten
Zeitmessungen erfuhren, dafür sorgte Sprecher Manfred Worch. Der
Wettelroder gab alle wichtigen Informationen durch das Mikrofon
weiter.
Für die Vorbereitung zum Wettkampf
hatten die Mannschaften exakt fünf Minuten Zeit. Dass das klappte,
war für Kreisbrandmeister Ringhard Friedrich schon im Vorfeld klar:
"Das sind professionelle Mannschaften, die wissen, worauf es
ankommt." Neben dem Kreisbrandmeister waren unter anderem auch der
Landrat Carsten Wulfänger, der zweite Beigeordnete Sebastian Stoll
sowie der Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbands Lothar Lindecke zu
Gast. Vor allem freuten sich die Gastgeber über den Besuch vom
Ehrenwettkampfrichter des deutschen Feuerwehrverbandes Wilhelm
Bohlmann.
Im Wulfener Bruch geht es um Leben und Tod
12.06.2013
Zwei Kälbchen schaffen die Tour nur als Bootspassagiere.
Von Wladimir Kleschtschow
Drei kleine Heckrinderherden und eine weitere Herde aus
sieben Pferden und einem Rind wurden auf niedrig gelegenen
Wiesen vom Hochwasser eingeschlossen. Jetzt wird versucht,
die Tiere zur retten.
Wulfen/MZ.
Buchstäblich um Leben und Tod geht es im Wulfener Bruch. Im
Mittelpunkt stehen Heckrinder und halbwilde Pferde der
Primigenius gGmbH, einem Unternehmen des Naturschutzbundes
(Nabu) Köthen. Drei kleine Heckrinderherden und eine weitere
Herde aus sieben Pferden und einem Rind waren auf den niedrig
gelegenen Wiesen vom schnell steigenden Hochwasser
eingeschlossen worden. Zwei der Rinderherden konnten gestern mit
Hilfe hilfsbereiter Anwohner mühevoll ins Trockene getrieben
werden. Die Rettungsaktion für die sieben Pferde und das eine
Rind dauerte bis in den Abend hinein noch an. Die zwölfköpfige
Rinderherde, die einige Hundert Meter links von der Straße
Wulfen-Diebzig mitten im Wasser steht, musste vorerst ihrem
Schicksal überlassen werden.
„Wir wurden bereits am Dienstag informiert, dass die Rinder
in Gefahr sind“, sagte Lothar Huth vom Ordnungsamt der
Einheitsgemeinde Osternienburger Land. Der Landwirt Michael
Scheringer und etliche Anwohner wurden Zeugen, wie die
verängstigten Tiere, darunter Kälber, gegen das steigende Wasser
ankämpften. „Schon in der Nacht haben wir ihre Angstschreie
gehört“, berichtete Scheringer.
Endlich raus: Die völlig erschöpften
Tiere werden auf der Straße Wulfen-Diebzig, die größtenteils
überschwemmt ist, aus der Gefahrenzone getrieben.
Anschließend finden die Heckrinder eine zeitweilige Bleibe
auf dem anliegenden Mais-Feld unweit der Wulfener
Gartenanlage.
„Die Rinder standen bereits bis zum Hals im Wasser“,
schilderte er. Es war klar, dass nur ein schnelles Eingreifen
sie retten konnte. Mit Hilfe von Booten wurden sie von einer
Insel im Riesen-See zur anderen getrieben, bis sie die Straße
Wulfen-Diebzig erreichten. Ein Mais-Acker auf der andere Seite,
in der Nähe der Wulfener Gartenanlage, ist noch nicht von der
Überschwemmung betroffen. Hier befanden sich zwei Rinderherden
bis gestern Abend. Eigentlich sollte für sie eine Fläche auf
einer Anhöhe provisorisch umzäunt werden. Dazu kam es vorerst
nicht, da Primigenius-Geschäftsführer Andreas Wenk mit einer
Handvoll Helfern gerade damit beschäftigt war, die sieben Pferde
und das Rind aus dem Hochwasser am Rande eines überfluteten
Kartoffelfeldes östlich von Wulfen zu retten. Alle Versuche, per
Boot die völlig desorientierten und verängstigten Tiere aus
einem Busch in Richtung Ufer zu treiben, schlugen bis zum frühen
Abend fehl. Die Rettungsaktion dauert e zu Redaktionsschuss an.
Die Herde mit den zwölf Rindern muss weiter im Wasser
ausharren. Die Tiere stehen zwar im Wasser, aber auf einer
Anhöhe. Sie können Blätter fressen.
Treibe man sie fort, könnten sie im Landgraben ersaufen, der
an die drei Meter tief ist. Sie zu betäuben und abzuschleppen,
würde ebenfalls ihren Tod bedeuten. „Man müsste ohnehin alle
zwölf auf einmal betäuben, an unserem Boot können wir aber
höchsten zwei auf einmal abschleppen“, hieß es seitens des
ebenfalls alarmierten Technischen Hilfswerks, das damit auch
nicht helfen konnte.
Die Rinder blieben also über Nacht im See. Wenn das Wasser
nicht weiter steigt, haben sie eine Chance. Sonst bleibe
womöglich nur ein Gnadenschuss übrig, hieß es aus den Reihen der
Polizei.
Unterdessen wird seitens einiger Helfer Kritik an die Adresse
von Andreas Wenk laut. Dieser habe sich angesichts der
Hochwassergefahr nicht rechtzeitig um die Tiere gekümmert. Das
Polizeireviers Köthen wirft ihm vor, selbst auf seinem Handy
trotz mehrmaliger Versuche für Warnungen nicht erreichbar
gewesen zu sein. Wenk, von der dramatischen Lage sichtbar
mitgenommen, wehrt sich. Er habe zwar die Gefahr unterschätzt -
wie viele andere auch. Die Rettungsaktion habe er aber bereits
am Montag gestartet. Ihm stünden nur wenige Helfer zur Seite.
Zwei Przewalski-Pferde und ein Konik seien zum Beispiel gerettet
und gestern von Dornbock aus weggebracht worden. Die scheuen
Rinder und Pferde ließen sich nicht einfach wegtreiben oder
abtransportieren. „Um ein einziges Tier einzufangen, brauche ich
bis zu sieben Stunden“, so der Primigenius-Geschäftsführer. Was
die Erreichbarkeit betreffe, so sei er ja im Wulfener Bruch
gewesen. Und dort gebe es keinen Handy-Empfang.
mehr dazu auch unter
aktuell
auf unserer Seite
Theater
Eine Paula namens Marco
Drosaer Theater: Der Bellermann (Mitte)
im Kreisen seiner Lieben. (BILD: ute nicklisch)

Von ute nicklisch
Es gibt viel Beifall für das neue Stück der Drosaer
Schauspieltruppe. Alte Bauernschwänke in echter Drosaer Mundart
sind es, die die Leute begeistern.
Ganz so wie ihm der Schnabel gewachsen ist, lüftet
David Wernecke vor einem gut gefüllten Saal das Geheimnis. Wie jedes
Jahr waren die Drosaer auch 2013 gespannt, welches Theaterstück zu
erleben sein wird. „Bellermann - da staunste!“, verkündete der
21-jährige den aktuellen Titel.
Freilich mochte das Stück für diesen oder
jenen nicht ganz unbekannt sein. Die Theatergeschichte anlässlich
des Feuerwehrballs nämlich hat in Drosa bereits eine langjährige
Tradition. Von Generation zu Generation wurden die alten Manuskripte
stets weiter gegeben. Und so wiederholt sich das eine oder andere
Stück nach einiger Zeit auch mal. Was jedoch dem Interesse des
Publikums keinen Abbruch tat.
Alte Bauernschwänke in echter Drosaer Mundart
sind es, die die Leute begeistern. Jede Truppe jedoch entwickelte
ihren eigenen Stil. Die Theatergruppe in aktueller Besetzung besteht
seit nunmehr drei Jahren. Mit jeder Aufführung ist ein Stück weit
mehr Bühnen-Sicherheit zu bemerken.
Besonders rar sind derzeit weibliche
Mitwirkende. So ließ sich Marco Becker nicht lange bitten und
schlüpfte für die Rolle der Paula Bellermann in die Sachen seiner
Tante und sorgte zudem mit piepsiger Stimme für zusätzliche Brüller
im Publikum. Doch nicht nur Becker brachte den Saal in Stimmung. Mit
seiner ulkigen Verkleidung gab so mancher der theaterspielenden
Jugendlichen Rätsel zu seiner wahren Identität auf. Der Schwank ist,
wie es sich gehört, simpel gestrickt und bietet jede Menge
Einstiegsmöglichkeiten in Humor und Witz und Klamauk. Das
Bühnenspektakel spielte sich in der guten Stube von Fleischermeister
Otto Bellermann ab. Dabei kam es zu Verwechslungen rund um die
Verlobung von Paula, der Tochter des Hauses. Um die sich zwei
Bewerber kabbelten: Ein Viehhändler Fridolin Mückenfett und eine
Lebemann namens Max Fridolin - und wie man sich vorstellen kann,
ergaben sich aus der Deckungsgleichheit von Vor- und Nachnamen der
beiden Ehe-Kandidaten schönste Turbulenzen - bis endlich am Ende
gesagt werden konnte: „Tja, Bellermann - da staunste!“
Sowohl für das Drosaer Publikum als auch für
die Schauspieler war der Abend mit viel Spaß verbunden. Eric Lier,
der die Rolle des Fleischermeisters Bellermann spielte, meinte im
Anschluss: „Das war dieses Jahr meine Traumrolle“. Unterstützt
wurden die Bühnenakteure zudem durch Ines Hartling, Steffi Häntsch
und Bernd Seifert in Regie und Maske.
Feuerwehr
Zu wenig Leute

Einsatz der Freiwilligen Feuerwehren
Diebzig, Wulfen, Osternienburg und Aken beim Brand eines Stalles
in Diebzig. (BILD: Rebsch/Archiv)
Um bei Bränden die vorgeschriebene Einsatzstärke zu
gewährleisten, haben vier freiwillige Feuerwehren eine
Ausrückegemeinschaft gebildet.
Drosa/MZ/CB.
Die Freiwilligen Feuerwehren in der Gemeinde
Osternienburger Land haben Personalprobleme. Das wurde am Donnerstag
auf einer Zusammenkunft der Ortswehrleiter mit Innenminister Holger
Stahlknecht (CDU) in Drosa deutlich. Um überhaupt zu gewährleisten,
dass bei einem Einsatz genügend Kräfte zum Brandort fahren, haben
die Wehren Dornbock, Diebzig, Drosa und Wulfen eine
Ausrückegemeinschaft gebildet. Die Feuerwehrleute fahren nun nicht
nur gemeinsam zu Einsätzen, sondern es gibt auch gemeinsame Dienste,
bei denen die Männer und Frauen die jeweilige Technik der anderen
Wehren kennen lernen.
Dennoch sehe er die Lage kritisch, sagte ein
Feuerwehrmann, vor allem, wenn Feuerwehren aus dem Osternienburger
Land für Unfälle auf der in Kürze fertiggestellten B 6n mit
zuständig sind. Besonders tagsüber fehle es an Einsatzkräften. Die
Bereitschaft, in der Feuerwehr mitzuarbeiten, sei wohl bei vielen
vorhanden, „aber ob sie vom Arbeitgeber aus dürfen, ist eine andere
Frage“, beschrieb der Mann das Problem.
Der Minister verwies bei der Zusammenkunft,
an der auch der Akener Wehrleiter und der Leiter der Jugendfeuerwehr
teilnahmen, darauf, dass das Land die Auszeichnung
„Feuerwehrfreundliches Unternehmen“ verleihen könne, um die
Unterstützung der Feuerwehr zu würdigen. Eine solche Auszeichnung
habe seiner Erfahrung nach in der Öffentlichkeit eine große Wirkung.
Lange diskutierten die Wehrleiter über die
finanziellen Ungereimtheiten beim Landesfeuerwehrverband. Darüber,
ob die Kreisverbände eine Sonderumlage von 42 Cent pro Mitglied für
die Rettung des Landesverbandes vor der Insolvenz beschließen
sollen, gingen die Meinungen auseinander. Dem Vorschlag, man solle
den Landesverband notfalls in die Insolvenz gehen lassen,
widersprach der Minister nicht. „Insolvenz heißt ja nicht
Zerschlagung, sondern Sanierung“, äußerte Innenminister Stahlknecht.
Innenministerium will
die Kassenprüfer einschalten / Feuerwehrverband reagiert verschnupft
14.03.2013
Rechnungshof soll
Feuerwehr-Bücher prüfen
Von Michael Bock

Lothar Lindecke | Foto: Michael Bock
Das Innenministerium hat den
Landesrechnungshof gebeten, erneut die Bücher des finanziell
angeschlagenen Landesfeuerwehrverbandes zu prüfen. Dessen
Landeschef Lothar Lindecke reagierte verschnupft: "Ich verstehe
das Ministerium nicht."
Magdeburg l
Innenstaatssekretär Ulf Gundlach (CDU) sagte der Volksstimme,
sein Haus habe den Rechnungshof um Prüfung des
Landesfeuerwehrverbandes gebeten. Der Verband habe bis heute
keine ordnungsgemäße Buchführung vorgelegt, kritisierte er. "Es
gibt nach wie vor keine belastbaren Daten. Wir hängen in der
Luft."
Ein Rechnungshof-Sprecher bestätigte den
Prüfwunsch. Zugleich betonte er, zunächst müsse der personelle
Aufwand für eine solche Prüfung abgeklopft werden.
Der Rechnungshof hatte den Feuerwehrverband
bereits im Jahr 2011 unter die Lupe genommen. Damals hieß es,
der Verband habe - begünstigt durch mangelnde Kontrolle von
Innenministerium und Landesjugendamt - "teilweise grundlegende
Anforderungen an eine ordnungsgemäße Geschäftsführung nicht
beachtet". Buchführung und Jahresabschlüsse seien nicht
nachvollziehbar.
Der Landesversitzende des Feuerwehrverbandes,
Lothar Lindecke, beteuerte, er habe kein Problem mit einer
erneuten Prüfung durch den Rechnungshof. Aber: "Ich verstehe das
Innenministerium nicht. Das ist ein Misstrauensbeweis. Ich weiß
nicht, ob uns das Ministerium wirklich helfen möchte."
Der Verband hat arge Finanzsorgen. Vorigen
Sonnabend hatte die Landesdelegiertenversammlung den 22
Kreisverbänden empfohlen, eine Sonderumlage zu erheben. Dieses
"Notopfer" soll 20000 Euro in die Kassen spülen. Die Umlage ist
Bedingung dafür, dass das Land dem Feuerwehrverband aufgelaufene
Schulden von mehr als 50000 Euro erlässt. Allerdings ist es
möglich, dass Extra-Forderungen auf den Verband zukommen. Das
Landesjugendamt prüft seit längerem Verwendungsnachweise. Laut
Rechnungshof drohen dem Verband weitere Rückzahlungen von mehr
als 100000 Euro.
Der Verband soll vor allem Nachweise dafür
erbringen, wie viele Teilnehmer tatsächlich an vom Land
geförderten Bildungsveranstaltungen teilgenommen haben. Ein
Sprecher des Sozialministeriums sagte gestern, man müsse in
dieser Frage "sehr kurzfristig" zu einem Ergebnis kommen. Der
Feuerwehrverband habe mehrere Fristen verstreichen lassen,
erklärte er.
Derweil muckt die Basis auf. Der Chef des
Kreisfeuerwehrverbandes Jerichower Land, Thomas Höfs, sagte, bei
der Delegiertenversammlung am 12. April werde über einen Antrag
zur Auflösung des Landesverbandes diskutiert. Der Landesvorstand
sei "zu träge, er gebe Informationen nicht weiter, Facharbeit
werde nicht gemacht". Höfs sagte, er sehe "latente Risiken durch
weitere Rückforderungen". Die Insolvenz des Verbandes sei "eine
Option".
Lindecke warnte vor einer Auflösung: "Dann
gibt es keine Facharbeit mehr, die Kreisverbände hängen in der
Luft."
Anhalt-Bitterfeld Drei Feuerwehren üben
Zusammenwirken
VON UTE NICKLISCH,
Während der Übung wird eine verletzte Person abtransportiert. (FOTO:
HEIKO REBSCH)
DROSA/MZ. "Gruppenführer
alle zu mir!" schallt der Befehl des Einsatzleiters Frank Miethig
lauthals über den von Feuerwehrleuten gefüllten Hof. Schnell
versammelten sich die drei Gruppenführer der Ortsfeuerwehren um den
Leiter, um ihre Anweisungen zu empfangen. "Drosa kümmert sich um die
Wasserversorgung, Wulfen sorgt für die Ausleuchtung der Einsatzstelle
und Dornbock ist für erste Hilfe-Maßnahmen verantwortlich", lautete der
weitere Ablauf der Feuerwehrübung. Ganz wie bei einem echten
Brandeinsatz, wurde am Freitagabend in einer alten Scheune in Drosa der
Ernstfall geprobt. Der sogenannte Ausrückebereich, welcher aus den
Ortsfeuerwehren Drosa, Wulfen, Dornbock und Diebzig besteht, war
angefordert. Außer Diebzig waren alle freiwilligen Feuerwehren anwesend.
Die Diebziger hatten ihre Teilnahme abgemeldet.
Speziell die Atemschutzgeräteträger der einzelnen Feuerwehren sollten
dabei ihre Kenntnisse und körperliche Fitness unter Beweis stellen. Denn
mindestens einmal im Jahr müssen sie einen praktischen Einsatz
absolvieren, um ihre Einsatzfähigkeit nachzuweisen - soweit kein realer
Einsatz vorlag.
Aktion in der Scheune
In diesem Jahr stellte Ex-Bürgermeister Axel Lingner sein Gehöft in
Drosa dafür zur Verfügung. So wurde in der oberen Etage mittels
Nebelmaschine ein Werkstattbrand mit darin befindlicher auslaufender
Flüssigkeit imitiert. Dass man beim Einsatz Personen würde retten
müssen, war nicht ausgeschlossen.
Die insgesamt 13 anwesenden Atemschutzgeräteträger machten sich
startklar, um das "brennende Gebäude" im ersten Obergeschoss nach
Personen abzusuchen. Zuerst der Angriffstrupp bis anschließend der
Rettungstrupp folgte. Drei verletzte Personen wurden über die Treppe
geborgen. Hinzu kam eine Sauerstoffflasche sowie eine Flasche mit
Acetylen, die beide gesichert werden mussten.
Luft für eine halbe Stunde
Neben stetigen Anweisungen der Gruppenführer von draußen übernahmen zwei
Kameraden die Atemschutzüberwachung der im Gebäude befindlichen
Einsatzkräfte. Einsatzbeginn, aktuelle Aufenthaltsorte sowie der im
Gerät verbleibende Druck wurden dokumentiert.
Denn wie von Atemschutzgeräteträger Carsten Friedrich zu erfahren war,
muss mit dem zur Verfügung stehenden Sauerstoff peinlichst gehaushaltet
werden. Maximal eine halbe Stunde reicht der in der Flasche befindliche
Sauerstoff. Bei stärkerer körperlicher Anstrengung, wie beispielsweise
der Bergung eines Menschen, wird mehr davon verbraucht. Stets muss auch
der Rückweg aus dem brennenden Objekt mit berechnet werden. Um die
Sicherheit der Einsatzkräfte zu gewährleisten, wird alles von außen per
Sprechfunk überwacht.
Ein initiierter Zwischenfall eines in Not geratenen Kameraden jedoch
machte das Ganze noch etwas spannender. Während des Einsatzes wurde der
Kamerad Benjamin Nicklisch eingeklemmt und der Sauerstoff in seiner
Flasche war aufgebraucht. So musste er schleunigst befreit und
schnellstens aus dem Gebäude abtransportiert werden - eine Situation,
die auch im Ernstfall durchaus Realität werden kann. Die nötigen
Löschmaßnahmen mittels Strahlrohr jedoch wurden lediglich trocken
ausgeführt, um einen Wasserschaden in der Scheune zu vermeiden.
Für die insgesamt 26 beteiligten Kameraden war diese Übung sehr wertvoll
und äußerst lehrreich. Als Abschnittsleiter verfolgte Andreas Hafermalz
das Geschehen in und vor der Scheune und gab im Anschluss Ratschläge
über Dinge, welche im Ernstfall eventuell besser laufen sollten. "Dafür
machen wir eine solche Übung", betonte der Abschnittsleiter des
Brandabschnitts Nord. war die Übung unter Mitwirkung verschiedener
Ortsfeuerwehren des Osternienburger Landes auch allgemein eine neue
Erfahrung für alle Mitwirkenden. Denn bisher agierte jede einzelne Wehr
für sich und jeder wusste, was er zu tun hatte.
Mit insgesamt 26 beteiligten Kameraden kam auf den Einsatzleiter eine
weitaus größere Truppe zu als bisher, was erhöhte Koordinationsaufgaben
mit sich brachte. Das Ziel der Übung wurde jedoch auf jeden Fall
erreicht und auch die einzelnen Ortsfeuerwehren sind damit wieder etwas
näher zusammen gerückt.
56-Jährige bei Unfall schwer verletzt
VON CLAUS BLUMSTENGEL,
DROSA/MZ. Schwer
verletzt wurde am Freitag in Drosa die 56-jährige Fahrerin eines Skoda. Sie
war gegen 17.30 Uhr am Bahnhof in Richtung Wulfen gegen einen parkenden Pkw
gefahren, in dem eine 42-jährige Frau saß, die unverletzt blieb. An beiden
Fahrzeugen entstand ein Gesamtschaden von etwa 10.000 Euro.
Unter ICE
begraben
DORNBOCK/DPA/MZ/JDS. Beim
Zusammenstoß eines
ICE mit einem Auto
ist am Freitag ein
Mensch ums Leben
gekommen. Die
Bahnstrecke
Magdeburg-Halle war
nach dem Unfall am
frühen Morgen bis in
die
Nachmittagsstunden
blockiert.
Zahlreiche Züge
wurden über
Dessau-Roßlau
umgeleitet oder
durch Busse ersetzt.
Zahlreiche Pendler
waren von
Verspätungen und
Zugausfällen
betroffen.
Nach Angaben der
Polizei stand das
Auto bei Dornbock
unweit von Köthen im
Landkreis
Anhalt-Bitterfeld
auf einem
Bahnübergang, als
der ICE 1741
heranraste - auf der
Strecke dürfen die
Züge bis zu 160
Kilometer pro Stunde
fahren. Die genaue
Aufprallgeschwindigkeit
ist noch nicht
bekannt. Bei dem
Opfer handelt es
sich um einen 60
Jahre alten Mann aus
einem Ort in der
Nähe der
Unfallstelle. Der
Lokführer erlitt
einen Schock, die
rund 200 Passagiere
des ICE von Hannover
nach Dresden blieben
unverletzt, wie
Polizei und Bahn
mitteilten. Die
Reisenden wurden mit
einem anderen Zug
zum nächsten Bahnhof
gebracht. Von dort
ging es mit Bussen
weiter.
Die Bergung des
verunglückten ICE
war schwierig, weil
sich das Auto unter
dem Zug verkeilt
hatte. Die Bahn
forderte einen
speziellen Hilfszug
an. Mit dessen
Ausrüstung konnte
der tonnenschwere
ICE schließlich
angehoben und das
Autowrack unter dem
Zug hervorgezogen
werden. Der ICE fuhr
anschließend mit
eigener Kraft ins
ICE-Werk Leipzig.
Dort wird der Zug
weiter untersucht.
Wie es zu dem
Unglück kommen
konnte, war zunächst
unklar. An dem
Bahnübergang gibt es
Halbschranken, die
zwar jeweils in
Fahrtrichtung den
Weg versperren, sich
aber umfahren
lassen. Die Polizei
ermittele in alle
Richtungen, sagte
ein Sprecher. Es
kämen sowohl ein
Selbstmord, ein
gesundheitliches
Problem des Fahrers,
Leichtsinn oder auch
ein technischer
Defekt am Wagen in
Betracht. Hinweise
auf einen Defekt der
Schranken gebe es
nicht.
Nach Aussagen von
Experten spielen bei
Unfällen an
Bahnübergängen
häufig Leichtsinn
und Unwissen eine
Rolle. "Die Gefahr
wird unterschätzt",
sagte Horst Metzler
vom Automobilclub
Verkehr der MZ. Die
Übergänge seien "in
der Regel optimal
gesichert". Eine
besondere Gefahr
bestehe, wenn
Autofahrer
Halbschranken
missachten und die
Gleise überqueren,
sagte der
Bahnsicherheitsexperte.
"Viele Autofahrer
unterschätzen das
Tempo der Züge." Um
hier die
Unfallzahlen zu
senken, kann Metzler
sich Kontrollen etwa
durch
Blitzer-Anlagen
vorstellen.
Bei Unfällen an
Bahnübergängen kamen
2010 nach Angaben
der Bahn 45 Menschen
ums Leben. 2009
verzeichnete die
Bahn 40 Todesopfer,
im Jahr zuvor 52.

Fotos: Heiko
Rebsch, DPA
DORNBOCK/MZ. "Ich
bin fix und
fertig. Ich
möchte erstmal
zu meiner
Mutter." Dem
jungen Mann, der
am Morgen wie
erstarrt an den
Gleisen bei
Dornbock (Kreis
Anhalt-Bitterfeld)
steht, ist nicht
nach einem
Gespräch mit der
Presse zumute.
Gerade erst hat
ein
Polizeibeamter
mit ihm
gesprochen,
ruhig und
einfühlsam.
Allmählich nur
wird dem Mann
klar, dass es
mit hoher
Wahrscheinlichkeit
sein Stiefvater
ist, der hier
bei einem
Zusammenstoß mit
einem ICE
getötet worden
ist. Der Mann
ist früh am
Morgen mit
seinem Auto
losgefahren und
noch nicht
wieder
zurückgekommen.
In Dornbock,
keinen Kilometer
vom Unfallort
entfernt, hatte
die Nachricht
von dem
Zusammenstoß des
Zuges mit dem
Pkw schnell die
Runde gemacht -
der Stiefsohn
war beunruhigt,
machte sich kurz
vor Mittag auf
den Weg zum
Bahnübergang.
Etwa fünf
Stunden zuvor,
um 7.02 Uhr, ist
der ICE
"Oschatz" an
diesem Morgen
von Magdeburg in
Richtung Dresden
aufgebrochen. An
Bord des Zuges:
Rund 200 Frauen,
Männer und
Kinder. Der Zug
durchfährt den
Süden der
Landeshauptstadt
und Schönebeck,
er fährt über
die Saalebrücke
bei Calbe und
nimmt bereits
Kurs in Richtung
Köthen, als er
gegen 7.30 Uhr
von einem
heftigen Stoß
erschüttert
wird. Der
Lokführer hat
kommen sehen,
was den
Fahrgästen
verborgen blieb:
Auf dem
Bahnübergang
zwischen
Dornbock und
Diebzig stand
ein Auto auf den
Schienen. Der
ICE 1741, der an
dieser Stelle
maximal 160
Kilometer pro
Stunde fahren
darf, trifft den
Opel Corsa -
trotz aller
Bremsversuche -
mit furchtbarer
Gewalt und
schiebt das
Fahrzeug
anschließend
rund 300 Meter
vor sich her
über Schienen
und Schwellen,
ehe er zum
Stillstand
kommt.
Lokführer
unter Schock
Die Drosaer
Feuerwehrleute
sind als erste
an der
Unfallstelle.
Andere Wehren
aus dem Umfeld
folgen:
Dornbock, Wulfen,
Osternienburg,
Merzien und
Köthen. Doch
viel können die
40 Männer um
Einsatzleiter
Uwe Gebel nicht
machen, sie
sperren ab, wo
es notwendig
ist, und stehen
als Helfer
bereit. Zum
Beispiel, wenn
Uwe Meyer ihre
Unterstützung
braucht. Meyer
ist
Notfallmanager
der Deutschen
Bahn und hat -
jenseits der
Emotionen - an
diesem Morgen
alle Hände voll
zu tun. Er muss
sich um seine
Kollegen
kümmern.
Lokführer und
eine
Zugbegleiterin,
so heißt es
später von der
Bahn, stehen
unter Schock,
werden abgelöst.
Meyer muss sich
darum kümmern,
dass die
Passagiere, die
glücklicherweise
körperlich
unverletzt
geblieben sind,
so schnell wie
möglich ihre
Fahrt fortsetzen
können. Dafür
wird der IC
2044, der wegen
der
Streckensperrung
im Bahnhof
Wulfen auf die
Weiterfahrt
Richtung
Braunschweig und
Köln warten
musste,
vorsichtig an
die Unfallstelle
herandirigiert,
bis beide Züge
auf gleicher
Höhe stehen. Mit
Leitern wird
eine Verbindung
hergestellt,
über die die
Passagiere des
ICE dann in den
IC umsteigen
können. "Wir
bringen die
Leute jetzt nach
Sachsendorf",
sagt Uwe Meyer.
"Dort haben wir
mit vier
Reisebussen
einen
Schienenersatzverkehr
nach Halle
organisiert, wo
die Passagiere
wieder mit dem
Zug weiterfahren
können." Das
Umsteigen
verläuft
problemlos,
Polizei und
Feuerwehr
greifen mit zu,
wenn ein
besonders
schwerer Koffer
über die
Leichtmetallbrücke
balanciert
werden muss.
Angefordert hat
Uwe Meyer auch
einen Hilfszug
aus Halle. Der
Opel Corsa hat
sich unter das
Drehgestell des
ICE-Triebkopfes
geschoben. Die
Bergungskräfte
müssen die 80
Tonnen schwere
Lokomotive erst
anheben, um das
Wrack
hervorziehen zu
können. Kurz
nach 10 Uhr
trifft der
Hilfszug ein.
Die
komplizierten
Bergungsarbeiten
dauern mehrere
Stunden. Erst um
14 Uhr wird die
Strecke in beide
Richtungen
wieder
freigegeben.
Wie es zu dem
Unglück kam,
darüber kann
momentan nur
spekuliert
werden. Fest
steht, dass der
Fahrer mit dem
Auto aus
Richtung Diebzig
kam. Ob er am
Bahnübergang
versucht hat,
die
Halbschranken zu
umfahren und
dabei mit dem
Zug kollidierte,
gesundheitliche
Probleme hatte
oder ob es
andere Gründe
gab, aus denen
der Wagen auf
den Schienen
stehen blieb,
weiß niemand.
"Alles ist
völlig offen",
sagt ein
Polizeibeamter.
Bedeutsame
Daten
Prüfen müssen
die Ermittler
auch, ob es
einen Defekt an
der
Schrankenanlage
gegeben haben
könnte. Dabei
kommt den Daten
Bedeutung zu,
die von der
Steuertechnik
erfasst werden,
die in einem
Häuschen direkt
am Bahnübergang
untergebracht
ist. Durch einen
Bahn-Mitarbeiter
wurden die Daten
direkt nach dem
Unglück
ausgelesen. Auch
spezielle
Details wurden
dabei
registriert, zum
Beispiel ein
frisch
durchtrenntes
Kabel zwischen
Gleis und
Schrankenanlage.
Die technische
Ausstattung der
Strecke macht
aber ein
Versagen der
Schrankenanlage
eher
unwahrscheinlich:
"Wenn es eine
Störung gibt,
bekommt der
Lokführer ein
Signal", sagt
Bahnsprecher
Jörg Bönisch.
"Dann weiß er,
dass er anhalten
muss. Reagiert
der Lokführer
dennoch nicht,
dann wird eine
Zwangsbremsung
eingeleitet,
damit der Zug
anhält." Und das
weit genug vor
der
Gefahrenstelle.
Schwerer
Unfall bei
Köthen
ICE rast in
Auto - ein
Toter
Brisant |
05.10.2012 |
17:15 Uhr
Beim
Zusammenstoß
eines ICE
mit einem
Auto ist bei
Köthen in
Sachsen-Anhalt
ein Mensch
ums Leben
gekommen.
Vermutlich
überfuhr der
Mann eine
Schranke und
wurde von
dem Zug
erfasst. Die
200
ICE-Reisenden
blieben
unverletzt.
Ein ICE
ist am
Freitag
bei
Köthen
mit
einem
Auto
zusammengestoßen.
Nach
Angaben
der
Bundespolizei
kollidierte
der
Schnellzug
am
Morgen
an einem
Bahnübergang
in
Dornbock
mit dem
Pkw.
Dabei
wurde
der
Fahrer
getötet.
Seine
Identität
war
zunächst
noch
unklar.
Pkw-Fahrer
ignorierte
vermutlich
Halbschranke
Wie die
Polizei
weiter
mitteilte,
hatte
der
Fahrer
des Opel
Corsa
gegen
sieben
Uhr an
dem
Bahnübergang
vermutlich
eine
Halbschranke
umfahren
und war
daraufhin
mit dem
ICE
zusammengeprallt.
Das Auto
wurde
von dem
Schnellzug,
der mit
rund 160
Stundenkilometer
unterwegs
war,
rund 200
Meter
mitgeschleift.
Der
Autofahrer
habe
keine
Chance
gehabt,
erklärte
ein
Sprecher.
Durch
die
Wucht
des
Aufpralls
geriet
der Pkw
unter
den ICE
und
verkeilte
sich
dort. Im
Laufe
des
Tages
wurde
der Zug
angehoben
und das
Wrack
geborgen.
Zugreisende
offenbar
unverletzt
In dem
Zug, der
von
Magdeburg
nach
Dresden
unterwegs
war,
befanden
sich
etwa 200
Reisende.
Bei dem
Unfall
blieben
sie
unverletzt.
Sie
mussten
den ICE
verlassen
und ihre
Fahrt
mit
einem
anderen
Zug
fortsetzen.
In
Sachsendorf,
das
wenige
Kilometer
von
Dornbock
entfernt
liegt,
stiegen
die
Reisenden
in Busse
und
wurden
weiter
nach
Halle
und
Leipzig
gefahren.
Für den
Nahverkehr
wurde
ein
Schienenersatzverkehr
eingerichtet,
der
Fernverkehr
wurde
vorubergehend
über
Dessau
umgeleitet.
Am
Nachmittag
konnte
die
Strecke
wieder
freigegeben
werden.
Karte zum ICE-Unfall in Sachsen-Anhalt.
Zuletzt
aktualisiert:
05. Oktober
2012, 21:26
Uhr
Drosaer Feuerwehr
wird 130

VON UWE LEHMANN,
28.08.12, 18:21h,
aktualisiert 28.08.12,
19:13h
Historische
Löschausrüstung gab
es beim Umzug zu
sehen. (FOTO: MZ)
DROSA/MZ. In 130
Jahren kann viel
passieren, besonders bei
einer freiwilligen
Feuerwehr. So wurde
Ortsbürgermeisterin
Sigrid Laue bei der
Suche nach einer
launigen Anekdote für
die Jubiläumsfeier der
Drosaer Feuerwehr am
Wochenende schnell
fündig.: 1972 war's, da
drohte ein Heer von
Raupen in den Bäumen auf
dem Festgelände dem
geplanten Drosaer
Kinder- und Heimatfest
den Garaus zu machen.
Flugs griffen die
Feuerwehrleute zu ihren
Spritzen und holten die
lästigen Tierchen von
den Blättern. Als dann
noch Bäckermeister
Weiland klagte, sein
Abfluss sei verstopft,
war auch das kein
Problem. Die Spritzen
waren schließlich noch
einsatzbereit. Mit ihrer
Hilfe hatten die
Kameraden den Abfluss
schnell vom übel
riechenden Unrat
befreit. Der allerdings
verteilte sich auf dem
Gelände. Nun hatten
nicht die Raupen,
sondern die
Feuerwehrleute dem
Heimatfest den Garaus
gemacht.
Neben
solchen Schmunzetten
berichtet die Chronik
vor allem über
aufopferungsvolle
Einsätze der
Freiwilligen Feuerwehr
Drosa bei Bränden und
beim Katastrophenschutz,
darunter Hilfeleistungen
beim
Jahrhunderthochwasser
und beim Tornado in
Micheln. Am vergangenen
Wochenende haben die
Feuerwehrleute aber auch
bewiesen, dass sie
ordentlich feiern
können. "Wir machen es
wie die Queen von
Großbritannien und
feiern unseren
Geburtstag bei gutem
Wetter", begründete Jens
Frömmigen, 2.
Vorsitzender der Wehr,
warum die Jubiläumsfeier
nicht im März, dem
Gründungsmonat,
stattfand. An drei Tagen
haben die Feuerwehrleute
vergangenes Wochenende
zum Tag der offenen Tür
eingeladen. Zur
Festveranstaltung kamen
Landrat Uwe Schulze, der
Bürgermeister der
Gemeinde Osternienburger
Land, Stefan Hemmerling,
der Vorsitzende des
Kreisfeuerwehrverbandes
Köthen-Zerbst / Anhalt,
Siegfried Schellin, der
Kreisbrandmeister
Matthias Winter, der
Gemeindewehrleiter Uwe
Goebel und viele andere
mehr. Die
Wettkampfgruppen aus
Drosa haben inzwischen
sich über die Grenzen
des Landkreises hinaus
einen Namen gemacht.
Neben zahlreichen
Kreismeistertiteln
gelang den Damen nach
dem
Vizelandesmeistertitel
1997 auch der
Titelgewinn im Jahr
2001. Bekannt ist die
Drosaer Feuerwehr auch
durch ihre
Traditionsgruppe, welche
seit 1982 bei vielen
Umzügen innerhalb und
außerhalb
Sachsen-Anhalts
mitwirkt.
Höhepunkte am Samstag
waren der große
Festumzug mit
historischer Technik,
die Technikausstellung
sowie der Wettbewerb mit
alten Handdruckpumpen.
Feuerwehrleute aus
Schlaitz, Riestedt,
Garitz,
Dessau-Mildensee,
Trebbichau, Chörau und
vom Gastgeber zeigten
den Umgang mit der alten
Technik. Spaßwettbewerbe
rundeten den
Samstagnachmittag ab.
Beim Bierkrugschieben
erwies sich Heike
Kränkel als die Beste, (eine
Frau beim
Bierkrugschieben die
Beste? das kann ja nicht
sein! richtig ist, das
HEIKO Kränkel gewonnen
hat) beim
Schlauchkegeln ging der
Sieg an einen Kameraden
aus der befreundeten
Wehr Arnum
(Niedersachsen). Beim
"Sägen nach Gewicht"
hatte Janine Ziemer das
beste Auge und sägte
exakt 200 Gramm von
einem Holzscheit.
An
beiden Tagen feierte man
in Drosa noch bis tief
in die Nacht hinein, so
dass die Bierreserven
des Veranstalters
bedenklich schrumpften.
Wiedersehen werden sich
viele garantiert beim
nächsten Feuerwehrball,
wo einige Drosaer
Floriansjünger seit
Jahren in ungewöhnlichen
Rollen zu erleben sind.
Drosa hat nämlich die
einzige Feuerwehr in
Sachsen-Anhalt, deren
Mitglieder Theater
spielen. Schon ab 1890
führten sie
volkstümliche
Theaterstücke auf. Diese
Tradition wird seit 1989
bis heute fortgeführt.
Auszeichnungen - Schon viele Jahre dabei
erstellt 28.08.12, 18:21h, aktualisiert 28.08.12, 19:10h
DROSA/MZ.
Auszeichnungen:
für 30 Jahre Zugehörigkeit zur Freiwilligen Feuerwehr Drosa:
Jens Frömmigen, Kay Frömmigen
Bernd Seifert, Andreas Streuber
Michael Streuber,
für 20 Jahre Zugehörigkeit:
Wenke Theiler-Bartelt, Kriemhild Friedrich, Gundula Turkat, Bettina Frömmigen
für zehn Jahre Zugehörigkeit:
Ines Hartling
Zum Feuerwehrmann befördert wurden Marco Becker und
Erik Lier
Die Feuerwehrspange Sachsen-Anhalts erhielt Roland Hartling für seine 25-jährige Tätigkeit als Wehrleiter
Die Freiwillige Feuerwehr Drosa wurde am 3. März 1882 mit 65 Mitgliedern gegründet. Heute gehören ihr 77 Mitglieder an, davon sind 28 aktiv im Dienst.
Neu
gegründeter Feuerwehrverband Köthen-Zerbst/Anhalt
veranstaltete erstmals Pokallauf

Premierensieg geht nach Garitz/Bornum
20.06.2012 04:23 Uhr
Von Uwe Lehmann

Die Frauen-Mannschaft der
Freiwilligen Feuerwehr
Garitz/Bornum gewann in
Drosa beim ersten Pokallauf
im "Löschangriff nass" des
Feuerwehrverbandes
Köthen-Zerbst/Anhalt. |
Foto: Uwe Lehmann
Der
Feuerwehrverband Köthen-Zerbst/Anhalt
veranstaltete am Sonnabend seinen ersten
Pokallauf. Bei beiden Geschlechtern wurden
die Sieger von der Freiwilligen Feuerwehr
Garitz/Bornum gestellt.
Drosa l Wo wohnen die
schnellsten Feuerwehrleute im Bereich des
Feuerwehrverbandes Köthen-Zerbst/Anhalt? Die
Antwort auf diese Frage wurde am Sonnabend
in Drosa gesucht und gefunden. Nach fast
dreistündigem Wettkampf standen die Sieger
in der Disziplin Löschangriff fest. Die
Garitz/Bornumer "Spritznixen" haben den
Ausscheid bei den Damen gewonnen. Den Sieger
bei den Herren stellte ebenfalls die Garitz/Bornumer
Wehr.
Bei strömenden Regen
begann am Samstag der erste
Verbandsausscheid des im letzten Jahr
neugründeten Feuerwehrverbandes
Köthen-Zerbst/Anhalt auf der Wettkampfbahn
im Dro-saer Naherholungszentrum(NEZ).
Siegfried Schellin, Vorsitzender des neuen
Verbandes, hielt seine Begrüßungsrede kurz
und dann gehörte die Aufmerksamkeit der
trotz des miesen Wetters zahlreich
erschienenen Zuschauer den 70 Aktiven von
insgesamt zehn startenden
Wettkampfmannschaften.
Zuerst waren die Damen an
der Reihe. Aufgrund der wenigen Meldungen
entwickelte sich diese Konkurrenz zum
Zweikampf zwischen den Gastgeberinnen und
der Garitz/Bornumer Mannschaft. Die Euphorie
bei den daumendrückenden Drosaer Zuschauern
war groß, konnte doch die Damenmannschaft in
der letzten Woche mit der besten je
gelaufenen Zeit den Sieg beim Ladies Cup an
gleicher Stelle erringen. Auch im Training
konnten die von Andreas Friedrich und Robert
Fritzsche trainierten jungen Damen
überzeugen. Herward Ahrendt bremste doch die
aufkommende Euphorie: " Wenn bei der
Generalprobe alles klappt, dann hakt es beim
Wettkampf bestimmt irgendwo!"
So auch am letzten
Samstag. Im ersten Lauf summierten sich
Kleinigkeiten zu einem Rückstand von fast
drei Sekunden gegenüber den parallel
startenden Kontrahentinnen. Auch im zweiten
Durchgang wurde eine noch bessere Zeit
verpasst. Der Aufbau klappte hervorragend.
Doch am rechten Strahlrohr verfehlte Nadine
Kretschmer anfangs das Ziel und brauchte
fast drei, vier Sekunden mehr als Sophie
König am linken Strahlrohr, um den
Zielbehälter zu füllen. Man gewann in diesem
Durchgang zwar das direkte Duell mit den
"Spritznixen". Doch verfehlte man deren Zeit
aus Runde eins um 0,28 Sekunden. Trotzdem
kann man zufrieden sein, lag doch die
erzielte Zeit nur zwei Sekunden über die
Bestleitung aus der Vorwoche.
Damen
überall gut
Damit nicht genug nahmen
die Damen der Drosaer Feuerwehr am
Samstagnachmittag noch am dritten Wettkampf
innerhalb des "Ladies-Cup" in Schadeleben
(Salzlandkreis) teil. Durch einen erneuten
zweiten Platz verteidigte man die Führung in
der Gesamtwertung dieser Wettkampfreihe des
Feuerwehrverbandes Sachsen-Anhalt.
Beim Wettkampf der Männer
legten die Kameraden aus Zabitz eine Zeit
vor, an die die anderen Mannschaften im
ersten Durchgang nicht annähernd heran
kamen. 25,76 Sekunden wurden gestoppt - fast
sechs Sekunden schneller als die
zweitplatzierte Mannschaft. Pech hatten die
Aktiven der zweiten Drosaer Mannschaft. Bei
26,06 Sekunden löste die Zeitnahme aus.
Jubel brandete auf. Doch der Wettkampfrich-
ter trübte diese Freude sehr schnell. Er
sah, dass der Saugkorb nicht angekuppelt
war, welches natürlich die beiden dafür
zuständigen Drosaer Akteure anders sahen.
Doch die Entscheidung
stand. "Das ist halt mal so. Da kann man
nichts dagegen machen", so die enttäuschte
Reaktion von Björn Frömmigen. Zum zweiten
Lauf hörte es auf zu regnen. Schon wurden
die gelaufenen Zeiten besser. Die Routiniers
aus Zabitz verbesserten sich auf 24,56
Sekunden. Ein Lauf später konnten sich die
Kameraden aus Garitz/Bornum gegenüber Lauf
eins um fast acht Sekunden steigern und
setzten sich mit der erzielten Zeit von
24,09 Sekunden an die Spitze des Tableaus.
Die gastgebende erste Mannschaft steigerte
sich ebenfalls deutlich und sicherte sich
mit 26,30 Sekunden vorerst Platz drei. Dabei
lief noch nicht einmal alles rund bei Drosa
I. " Bei den A-Längen hat es noch
geklappert. Da haben wir zu lange
gebraucht", berichtet Kai Frömmigen. In den
nachfolgenden Läufen kam keine Mannschaft
mehr an die erzielten Zeiten der ersten Drei
heran.
Pokale
mit Sonne
Pünktlich zur
Siegerehrung lugte dann auch die Sonne
hinter den Wolken hervor. Der Vorsitzende
des Köthen-Zerbster Feuerwehrverbandes
übereichte allen Mannschaften Urkunden und
den drei Bestplatzierten einen Pokal.
"Höchstwahrscheinlich werden sich die drei
Erstplatzierten für die
Landesmeisterschaften qualifizieren", verrät
Siegfried Schellin und fügt hinzu: "Aber der
Verteilerschlüssel ist noch nicht endgültig
festgelegt." Schellin bedankte sich in
seinen Schlussworten bei den
Wettkampfrichtern Veit Jensen, Wolfgang
Grube und Hans Wink sowie der FFW Drosa für
die hervorragende Organisation dieses ersten
Verbandsausscheids.
Wettkampf

Kameraden der freiwilligen
Feuerwehren messen sich
erstellt
17.06.12, 17:09h, aktualisiert 17.06.12, 19:35h
STADT SEELAND/MZ. Ganz
traditionell zum Seelandfest fand
auch der Kampf der Feuerwehren um
die Bärenpokale statt. Beim
Löschangriff galt es, zehn Liter
Wasser so schnell wie möglich in
einen Behälter zu bekommen.
Teilgenommen haben die Wehren aus
Nachterstedt, Neu Königsaue,
Meisdorf, Hedersleben, Mehringen,
Westdorf, Löderburg und Drosa
(Bitterfeld). Letztere beiden Orte
stellten auch ein Mädchen-Team
zusammen. Bei den Frauen kommen die
Sieger aus Löderburg und auch deren
Männer holten sich den Titel mit
einem Vorsprung von 16
Zehntelsekunden. Bei der Jugend
gewann die Gruppe Westdorf /
Meisdorf.
Anhalt-Bitterfeld
Dankesworte und düstere
Erinnerungen
Foto: MZ
VON Claus
Blumstengel, 17.02.12,
Osternienburg/MZ. Donnerstag Abend hatten der
Leiter der Gemeindefeuerwehr Osternienburger Land, Uwe
Gebel, und seine Kameraden aus den 19 Ortsfeuerwehren
die Geschehnisse an jenem 11. September 2011 wieder klar
vor Augen. Als wäre es gestern gewesen, kam die
Erinnerung an den unbändigen Sturm, die beinahe
faustgroßen Hagelkörner, an zerschlagene Scheiben,
abgedeckte Dächer, zerstörte Fassaden, an die Alarmtöne
aus ihren Piepern und an viele fassungslose, schockierte
Menschen.
Den Anlass dafür, dass diese Katastrophe den
Feuerwehrleuten plötzlich wieder in den Sinn kam, gab in
der Osternienburger Ernst-Messinger-Halle
Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (CDU),
der sich bei den Feuerwehrleuten für ihren selbstlosen
Einsatz an jenem Unglückstag und in den Tagen danach
bedankte. Stahlknecht besuchte auf Einladung des
CDU-Landtagsabgeordneten Dietmar Krause dessen Wahlkreis
mit den Stationen Zerbst, Aken und Osternienburg.
"Ohne ihren Einsatz hätten wir diese Katastrophe
nicht gemeistert", wandte sich der Minister an die 175
Feuerwehrleute in der Halle. Diese hätten laut
Stahlknecht "das schwierigste Ehrenamt, das wir in
diesem Land zu vergeben haben, weil sie unter Einsatz
ihres Lebens anderen Menschen helfen".
Am 11. September und in den Tagen nach dem
verheerenden Unwetter seien alle Ortsfeuerwehren der
Einheitsgemeinde im Katastropheneinsatz gewesen und
hätten auch Menschen in Ortschaften der noch stärker
betroffenen Stadt Südliches Anhalt geholfen, blickte
Bürgermeister Stefan Hemmerling (CDU) zurück. "Sie haben
Einsatzbereitschaft und Solidarität bewiesen", schloss
sich Hemmerling dem Dank des Innenministers an und
würdigte auch die Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr Aken
in jenen Tagen im Osternienburger Land.
"Fast alle von uns waren an jenem Abend ja selbst
betroffen, hatten an den Häusern kaputte Dachrinnen und
Fenster und durchlöcherte Dächer", blickte der
stellvertretende Gemeindewehrleiter Thomas Schröter am
Rande des Festes in der Sporthalle zurück. "Aber wir
haben zuerst einmal der Allgemeinheit geholfen. Erst
danach haben wir uns um die Schäden zu Hause gekümmert",
berichtete Schröter. Die Schicksale einiger Betroffener
- etwa das einer alleinstehenden, arbeitslosen Frau in
Sibbesdorf, deren Hausdach vom Sturm nahezu völlig
zerstört worden war - hätten die Feuerwehrleute
besonders berührt.
So ein extremer Hagelschlag sei unvorhersehbar, so
Schröter, weshalb man diese Einsätze zuvor auch nicht
exakt trainieren konnte. Gänzlich ohne Erfahrungen
gingen die Feuerwehren im Osternienburger Land
allerdings nicht in diesen Einsatz. So hatten viele von
ihnen nach dem Tornado 2004 in Micheln geholfen und auch
während des Sturmes Kyrill 2007.
Als nach den Dankesreden Landrat Uwe Schulze (CDU)
auf Minister Stahlknecht, Bürgermeister Hemmerling und
den Landtagsabgeordneten Krause als Spender von je einem
Fass Bier ein dreifaches "Gut Wehr" anhob, scholl dieser
Ruf mit 175-facher Verstärkung durch die
Ernst-Messinger-Halle und ein fröhliches Fest begann.
Ziel ist das
Erreichen der Leistungsspange für deutsche
Jugendfeuerwehren
VON UWE LEHMANN, 
„ Was passiert denn auf der heutigen Nachtwanderung“
wurde der MZ- Reporter bei seiner Recherche für
diese Berichterstattung von drei Kindern gefragt.
Er wusste es, wollte und sollte die Aufgaben bei
dieser Wanderung aber nicht verraten. Diese
Nachtwanderung am Samstagabend bildete den Abschluss
der Wettbewerbe und der Bewältigung diverser
Aufgaben innerhalb des ersten Jugendfeuerwehrlagers
der Floriansjünger der Gemeinde Osternienburger
Land. Eric Karstedt (9 Jahre), Lukas Steinke und
Christian Säuberlich (beide 14 Jahre alt), die drei
Fragesteller vom Anfang, gehören der FFW Frenz an
und waren Teil der fast fünfzig Kinder- und
Jugendlichen, welche bei diesem Treffen dabei
waren. Die Feuerwehren der neuen Einheitsgemeinde
kamen im letzten Jahr auf die Idee solch ein Treffen
durchzuführen. „Wir wollen die Kinder und
Jugendlichen mit diesem Treffen die Gelegenheit
geben sich mit den Übungen für die Prüfung zum
Erringen der Leistungsspange der deutschen
Jugendfeuerwehren vertraut zu machen“ so
Gemeindejugendwart Steffen Spiegel im Gespräch mit
der MZ über das Ziel dieses gemeinsamen
Ausbildungslagers. So kam es, das am vergangen
Donnerstagnachmittag auf dem Schulgelände in
Kleinpaschleben sich knapp 50 Kinder und Jugendliche
aus Frenz, Trebbichau, Wulfen, Dornbock,
Osternienburg, Zabitz und Kleinpaschleben zum
gemeinsamen Treffen zusammenfanden. Am Donnerstag
nach dem Eröffnungsappell wurde das Lager errichtet.
Große und kleine Zelte sowie ein Versorgungszelt
wurden aufgebaut. „Die Einsatzleitung“ befand sich
in der Turnhalle. Der Freitag stand dann ganz im
Zeichen der Übungen für das Ablegen der
Leistungsspange. Ab dem Vormittag mussten vier
Stationen mit folgenden Übungen absolviert werden:
Kugelstoßen, eine Feuerwehrgrundübung wobei acht
C-Schläuche (einer ist 15m lang) hintereinander zum
Löschangriff zusammen gekuppelt und ausgelegt
mussten, ein 1500m Staffelauf, wobei neun
Teammitglieder je eine Teilstrecke absolvieren
mussten und zum Abschluss ein Wissenstest mit
feuerwehrtechnischen und allgemeinen Fragen. Der
Rest des Tages war zur freien Spielgestaltung
geplant. Nach dem 7 Uhr-Wecken und dem Frühstück am
Samstag fand um neun Uhr eine „große“ Einsatzübung
statt. Nach dem Alarm rückten alle Teilnehmer mit
fünf Löschfahrzeugen zum Anger in Kleinpaschleben
aus, um eine Brandbekämpfung durchzuführen. Ein
Holzhaus stand in Flammen und musste gelöscht
werden. Durch den Aufbau einer „langen Wegstrecke“
wurde Wasser aus der Ziethe entnommen. Mit fünf
Strahlrohren konnte der Brand schnell gelöscht
werden. „ Das war cool“ erinnerte sich Eric Karstedt.
Ein Wettkampf folgte am Nachmittag. Die Jungen und
Mädchen traten in sechs Gruppen an und mussten
insgesamt sechs Stationen absolvieren. Station eins
bestand darin, ein Spinnennetz mit allen Teilnehmern
so zu durchqueren, das das Netz nicht berührt wurde
und jedes Teammitglied eine andere Wabe nutzen
musste. Danach ging es auf eine Wettkampfbahn mit
Wassergraben, Eskaladierwand, Wippe, Kriechkanal
und einem Balken an dem zwei verschiedene
Feuerwehrknoten angefertigt werden mussten. Das Ende
dieser Runde, welche immer zwei Gruppenmitglieder
durchliefen, bestand darin, mit der Kübelspritze und
dem angeschlossenem Strahlrohr verschiedene Ziele zu
treffen. Es folgte ein Stelzenlauf. Danach galt es
ein Wasserfass mit vielen Löchern zu füllen. Man
musste sich etwas einfallen lassen, wie man die
Löcher schließen konnte. Nach einem erneuten
Wissenstest bildete der Kistenlauf den Abschluss
dieses Wettkampfes. Eine Strecke von 20 m sollte
nur auf der Kiste stehend absolviert werden. Die
Frenzer Gruppe hatte am Ende aller Stationen die
meisten Punkte auf dem Konto und gewann diesen
freundschaftlichen Vergleich. Nach einer Stärkung
beim Abendessen vom Grill begann gegen 22 Uhr oben
besagte Nachtwanderung. In gewissen Zeitabständen
gingen die wiederum sechs Gruppen an den Start.
Fünf Stationen warteten auf die Teilnehmer. Bei der
Gestaltung einer Fahne sollte Kreativität bewiesen
werden. Diese musste man mit dem Schlauchboot über
den Dorfteich bugsieren. Danach galt es die Ziethe
auf einer Leiterbrücke zu überqueren und am Ende
verschiedene Knoten anzufertigen. An Station drei
wurden Umweltdaten gemessen wie z.B. die Temperatur,
die Luftfeuchtigkeit oder den ph-Wert des Wassers.
Außerdem sollte eine Karte mit dem Kompass
eingenordet werden. Am letzten Punkt wurde eine
Beleuchtung aufgebaut, danach eine Gefahr erkannt
und beseitigt. Der Abschluss bildete das Ertasten
feuerwehrtechnischer Geräte und Utensilien. Gegen
2.00 Uhr fielen die letzten Kämpfer erschöpft ins
Bett. „ Nach den Anstrengungen des Tages war das
nicht verwunderlich“ erzählt Spiegel der MZ. Beim
sonntäglichen Schlussappell wurden allen
teilnehmenden Gruppen mit einer Urkunde geehrt.
Desweiteren erhielt Mirko Hoffmann – Jugendwart der
FFW Frenz- die Ehrennadel der Jugendfeuerwehr
Sachsen-Anhalts. Ein hervorragend von Steffen
Spiegel und seinen Mitstreitern organisiertes
Zeltlager fand seinen Abschluss. „ Dank allen die
dazu beigetragen haben das wir dieses Lager so
durchführen konnten.“ Mit diesen Worten beschließt
der Gemeindejugendwart seine Abschlussrede. Der
anstrengenden Organisation zum Trotz sollte diese
Veranstaltung auch in den nächsten Jahren seine
Austragung finden. Wenn man in die Gesichter der
Kinder schaute und deren Aussagen hörte, war dieses
Ausbildungslager ein voller Erfolg das nach einer
Wiederholung schreit auch wenn der finanzielle
Rahmen der Gemeinde eng bemessen ist.
Pokallauf in Mini-Besetzung
VON UWE LEHMANN,
21.06.11,

DROSA/MZ. Der 10. Pokallauf der freiwilligen
Feuerwehr Drosa wurde ein Tag mit vielen Höhen und
Tiefen. Im Vorfeld gab es Ärger mit den Ausrichtern des
Sachsen-Anhalts-Cup (SAC), der Feuerwehr Nudersdorf. Sie
änderte ohne Absprache mit der Drosaer Wehrleitung den
Termin des Wertungslaufs in Gollma (Saalekreis) vom 4.
Juni auf das Datum des Drosaer Pokallaufs am Wochenende.
So kam es, dass viele Wehren ihre Wettkampfmannschaften
für den Sachsen-Anhalt-Cup in Gollma anmeldeten. Ob nun
Hohndorf, Halle-Diemitz oder Nudersdorf, alles
Teilnehmer bei den Drosaer Pokalläufen der vergangenen
Jahre, sie alle kämpften beim Cup in Gollma. Zabitz und
Plodda (Muldestausee) gaben aber im Vorfeld ihre Zusage
zu einem Start in Drosa und hielten diese auch ein.
Leider hatten die Titelverteidiger aus Nudersdorf kein
Interesse, an diesem Tag zweimal zu starten und vergaßen
sogar, den Wanderpokal bei den Drosaern abzugeben.
"Diese vielen Absagen waren zwar ärgerlich, trotzdem
haben wir das Beste draus gemacht", kommentiert
Wehrleiter Roland Hartling dieses Ärgernis. So kam es,
dass am Ende nur sechs Mannschaften in den drei
Wettbewerben an den Start gingen. Bei den Damen stellte
nur der Gastgeber ein Team.
Im ersten Lauf brachte man durch einige Fehler beim
Kuppeln keine Zeit in die Wertung. Aber ohne eine
Wertungszeit konnte und wollte man nicht Sieger werden.
Alle Anstrengungen wurden nun in den zweiten Durchgang
gelegt. Es lief auch alles sehr gut. Jeannine Riemer,
Mitstreiterin des Gastgeberteams: "Wir hatten schon nach
18 Sekunden Wasser am Verteiler. Das war super." Aber
dann gab es wieder Probleme, und die Zeit wurde erst
nach knapp einer dreiviertel Minute gestoppt. Der Pokal
war ihnen trotzdem sicher.
Die Herren hatten zwei Wettbewerbe zu absolvieren.
Einmal nach der TGL-Norm und einmal nach der DIN. Das
heißt mit den alten Pumpen aus DDR-Zeiten (TGL) und mit
den jetzigen hochwertigen neuen Pumpen. Dabei waren in
beiden Kategorien die Zabitzer Starter die Favoriten.
In der TGL-Wertung eroberten sie dann auch den
Spitzenplatz. Aber in der anderen Konkurrenz gab es
einen Überraschungssieger von der Gastgeberwehr. Es war
nicht die "alte" Garde, die den Pokal gewinnen konnte,
sondern die in ihrem ersten Rennen bei den Herren
startenden Junioren aus Drosa. Während die erste
Mannschaft nur einen "vernünftigen" Lauf zustande
brachte, der den Silberplatz in der TGL-Wertung
bescherte, ansonsten nur Pleiten, Pech und Pannen hatte,
überzeugten die Youngsters vom Team Drosa II. Nach
beiden Läufen in der DIN-Konkurrenz lagen sie mit 27,337
Sekunden an der Spitze.
Im vorletzten Lauf standen sich beide Teams gegenüber.
Die Drosaer allerdings in der TGL-Konkurrenz, die
Zabitzer Gegner im anderen Wettbewerb. Dann passierte
das Kuriosum. Beide Mannschaften starteten super. Dann
allerdings der Fauxpas am Zabitzer Verteiler. Ein
Schlauch war nicht richtig gekuppelt, der
Wasserdurchfluss war unterbrochen und die Chance auf die
Siegerzeit war passé. Das sah der Maschinist der Drosaer
Youngsters Björn Frömmigen. Von diesem Missgeschick ließ
er sich zu einem Freudenschrei hinreißen. Nebenmann
Benni Nicklisch dachte, das Ziel wäre erreicht und hob
instinktiv den Saugkorb aus dem Wasserbottich.
Doch dem war nicht so. Man erreichte ebenso keine
Wertungszeit und verpasste einen Doppelerfolg an diesem
Tage. Die Zeit war bis dahin sehr gut. Beide konnten
aber über dieses Malheur lachen, stand doch ihr erster
gemeinsamer Pokalgewinn im Erwachsenenbereich fest. "Den
werden wir heute ausgiebig feiern", verriet Björn
Frömmigen im Gespräch mit der MZ.
"Dieses Jahr war alles eine Nummer kleiner. Es war
trotzdem toll und wir können es als kleine Generalprobe
für 2012 ansehen", resümiert Jens Frömmigen, der
stellvertretende Vorstandschef der Drosaer
Floriansjünger. Am 16. Juni 2012 findet im
Naherholungszentrum zu Drosa der 11. Pokallauf innerhalb
der Meisterschaften des Landkreises Anhalt-Bitterfeld
statt. Dann werden sicher wieder weit mehr als zwanzig
Teams an den Start gehen.
Ablösung für erschöpfte Helfer
VON CLAUS
BLUMSTENGEL,

03.10.10, 19:02h, aktualisiert 03.10.10, 21:26h
KÖTHEN/MZ. Zu den mehr als 800 Helfern beim
Hochwassereinsatz an der Schwarzen Elster bei Annaburg
gehörten am Wochenende auch 130 Feuerwehrleute aus dem
Landkreis Anhalt-Bitterfeld. Am Sonnabend um 7 Uhr hat
Landrat Uwe Schulze (CDU) die für solche Katastrophenfälle
gebildete Kreisfeuerwehrbereitschaft unter Leitung von
Andreas Hafermalz zu ihrem Einsatz im Landkreis
Wittenberg verabschiedet. Sie haben dort geholfen, die
durchweichten Deiche zu sichern und die Bewohner von
Annaburg, Meuselko, Schweinitz und weiteren Orten vor einer
Hochwasserkatastrophe zu bewahren.
Neben der mitgeführten Technik sei vor allem "Manpower"
nötig, sagte
Kreisbrandmeister Matthias Winter. So würden die
Anhalt-Bitterfelder die inzwischen völlig erschöpften Helfer
vor Ort ablösen.
Mit der Einsatzbereitschaft seiner Leute war der
Kreisbrandmeister äußerst zufrieden. 80 Mann hätten die
Wittenberger angefordert. Mit den 25 Zerbstern, die sich der
Kreisfeuerwehrbereitschaft in Dessau anschlossen, seien rund
130 Feuerwehrleute zum Einsatz gekommen.
"Diese Nachbarschaftshilfe ist für uns selbstverständlich",
sagte
Matthias Winter, als die Frauen und Männer der
Feuerwehren aus Zörbig, Sandersdorf-Brehna, Krina, Plodda,
Aken, Zehbitz, Wulfen, Gröbzig, Hinsdorf und Quellendorf am
Landratsamt in zwei langen Reihen vor ihren Fahrzeugen
angetreten waren.
Drosa wird zwar
nicht erwähnt war aber mit vor Ort!!! (anm.
von mir )Dabei
hatten viele von ihnen bereits in den Tagen zuvor
Hochwassereinsätze. So war es durch Rückstau in der Fuhne
unter anderem in Dammendorf, Quetzdölsdorf und Zörbig zu
Überflutungen gekommen. Bereits am Donnerstag hatte Landrat
Schulze vor dem Kreisausschuss den Einsatzkräften im
Landkreis gedankt, die bis dato mehr als 50 Einsätze zur
Sicherung von Grundstücken vor Hochwasser hatten.
Um 5.47 Uhr ging am Sonnabend der Alarm auch bei den
Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr Zehbitz ein. Sie
rückten mit sechs Leuten vor dem Landratsamt an. Mehr kann
ihr Fahrzeug nicht transportieren. "Dienst ist Dienst, dafür
sind wir ja bei der Feuerwehr", sagte Anke Pitschk von der
FFW Zehbitz zu der Aussicht, viele Stunden ihrer freien Zeit
an den Deichen bei Annaburg zu verbringen.
Landrat Uwe Schulze bedankte sich bei den Feuerwehrleuten
für ihre Einsatzbereitschaft. "Die Wittenberger brauchen
unsere Hilfe", sagte er, bevor sich der lange Zug der roten
Einsatzfahrzeuge vom Parkplatz am Landratsamt Köthen aus in
Bewegung setzte.
An der Schwarzen Elster im Landkreis Wittenberg herrscht
nach wie vor die höchste Hochwasser-Alarmstufe 4. Laut
Hochwasservorhersagezentrale des Landesbetriebes für
Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft sind bis Dienstag aber
keine weiteren Niederschläge zu erwarten, so dass der Pegel
bei Löben fallen wird, allerdings sehr langsam.
Der gebrochene Deich bei Meuselko in der Nähe von Annaburg
konnte auch am Wochenende nicht vollständig geschlossen
werden. Sollte das am Montag mit Hilfe von Hubschraubern der
Bundeswehr gelingen, sei am Pegel Löben wieder mit einem
leichten Anstieg der Schwarzen Elster zu rechnen. Für die
nächsten Tage sei in dem Gebiet nicht mit einer Entspannung
zu rechnen, da die Wasserführung weiter ein hohes Niveau
habe.
Nach wie vor sind dort Grundstücke von den Wassermassen
bedroht, zum Beispiel im Ort Schweinitz, einem Stadtteil von
Jessen. Feuerwehrleute errichteten Wälle aus Sandsäcken und
installierten Saugpumpen, um die Häuser vor größeren Schäden
zu bewahren.
Anders ist die Situation an der Elbe. In Aken wurde am
Sonnabend kurz vor 1 Uhr ein Pegel von 5,60 Meter erreicht,
was zur Ausrufung der Hochwasser-Alarmstufe 2 führte sowie
zur Einrichtung eines Kontrolldienstes an den Deichen. Der
durchschnittliche Pegel beträgt hier 2,16 Meter. Bis
Sonntag, 11.15 Uhr, erreichte der Elbpegel Aken eine Höhe
von 5,87 Metern und blieb dann bis zum Abend gleich. Hier
rechnet die Hochwasser-Vorhersagezentrale in den nächsten
Tagen aber noch mit einem leichten Anstieg.
Erster Kreisausscheid im Löschangriff nass
in Anhalt-Bitterfeld
Zabitzer Männer und Garitz/Bornumer Spritznixen gewinnen zur
Premiere – große Leistungsdichte

Die
Garitz/Bornumer Spritznixen haben den Kreisausscheid im
Löschangriff nass in Thalheim gewonnen.Sie vertreten damit den
Kreis Anhalt-Bitterfeld bei den Landesmeisterschaften.Foto:
privat
Die Garitz/Bornumer Spritznixen haben den Kreisausscheid im
Löschangriff nass am Sonnabend in Thalheim für sich
entscheiden. Die zum Favoritenkreis gezählte Männerriege der
Garitz/Bornumer Wehr, im Mai erster Gewinner des Zerbster
Bürgermeisterpokals, schafften – ersatzgeschwächt – nur
einen 9. Platz. Den Kreistitel holte Zabitz.
Zerbst/Bornum/Garitz/Thalheim (am/mz/sgr). Es ist ein trüber
Samstagmorgen im Bitterfelder Ortsteil Thalheim. Für diese
Zeit recht ungewöhnlich scheint das erhöhte
Verkehrsaufkommen. Mehrere Feuerwehrfahrzeuge passieren den
Ort in Richtung Wolfen. Besonders eilig haben es die
Floriansjünger nicht. An diesem Tag geht es für die
Kameraden nämlich nicht um einen Kampf gegen lodernde
Flammen, sondern um Zehntelsekunden. Seit der Fusion von
Köthen, Bitterfeld und Zerbst zum Kreis Anhalt-Bitterfeld
findet die erste Kreismeisterschaft im "Löschangriff nass"
statt.
15 Männer- und fünf Frauenmannschaften gehen an den Start.
Gemeldet waren eigentlich mehr. Doch Gastmannschaften aus
Sachsen und Brandenburg bleiben bis auf Schmilkendorf fern.
"Schuld ist das Hochwasser", erklärt Kreisbrandmeister
Matthias Winter. "Solche Wettbewerbe halten die Meute
zusammen", ist Stefan Liszka überzeugt. Er trainiert die
Zabitzer Floriansjünger.
Sie werden später den
Kreiswettstreit bei den Männern gewinnen. Die Ortswehr hat –
im Gegensatz zur Freiwilligen Feuerwehr Köthen – deutlich
weniger Einsätze. Sportliche Wettbewerbe sind deshalb
besonders wichtig für Fitness und Teamgeist.
Unter den Gästen war Holger Hövelmann (SPD), Innenminister
des Landes Sachsen-Anhalt. Er dankte den Kameraden für ihre
Einsatzbereitschaft und ihr ehrenamtliches Engagement zum
Wohl der Bürger.
"Wenn wir unter die ersten drei kommen, können wir zufrieden
sein", merkt Stefan Liszka an. Sein Favorit unter den
Männermannschaften ist Plodda. Mit diesem Gespür liegt der
Trainer gar nicht so falsch. Immerhin schafft die Mannschaft
den ersten Durchgang in 23,72 Sekunden und liegt damit
deutlich vor den Zabitzern.
Der Frust ist groß. Mit 34,38 Sekunden will sich das Team
von Stefan Liszka ganz und gar nicht zufriedengeben.
Schließlich hat alles reibungslos geklappt: In Windeseile
wurden die Saugschläuche an der Wasserentnahmestelle
miteinander verkoppelt. Auch die B- und C-Schläuche lagen
bereit. Schuld an der schlechten Zeit war der
Auffangbehälter, aus dem das Wasser ungehindert herausquoll.
Normalerweise leuchtet eine Lampe auf, wenn das Gefäß voll
ist. Aus Sicht der Zabitzer war irgendetwas faul.
"Das passiert, wenn mit zu viel Druck gespritzt wird",
erklärt Matthias Winter.
Für die Überraschung des Tages sorgt die Männermannschaft
aus Zabitz. Den zweiten Lauf schaffen die Kameraden in einer
traumhaften Zeit von 22,73 Sekunden. "Das ist Wahnsinn",
jubelt Feuerwehrmann Lars Mansfeld. "Es hat alles gepasst."
Wenig zufrieden dürfte die von Daniel Mielchen betreute
Garitz/Bornumer Löschtruppe sein. Mit 26,79 Sekunden landen
sie abgeschlagen auf Platz 9. Noch im Mai hatte das Team den
erstmals ausgelobten Pokal des Bürgermeisters der
Einheitsgemeinde Zerbst gewonnen. Dass es nicht besser lief,
hatte einen gravierenden Grund: Die Truppe konnte nicht in
Bestbesetzung antreten. Mit den 23,12 Sekunden aus Bias
hätten sie sich in Thalheim auf den 2. Platz gelaufen,
geschraubt und gespritzt.
Solide waren erneut die Mühlsdorfer. Mit dem 4. Platz wurden
sie die beste Mannschaft aus dem Zerbster Raum. Gegenüber
dem Mai-Pokallauf in Bias könnte die Veit-Jensen-Truppe mit
25,29 Sekunden eine um 1,68 Sekunden bessere Zeit anbieten.
Um fast 2,5 Sekunden verbesserte sich Straguth/Badewitz auf
25,63 Sekunden.
Eine ganz starke Leistung, die von großer Beständigkeit
zeugt, lieferten erneut die Feuerwehrmädels aus Garitz/Bornum
ab. Mit 30,17 Sekunden verwiesen sie Zabitz um 0,56 Sekunden
auf Rang 2. Ihre Siegerzeit war zudem eine Steigerung zu
ihrem Biaser Triumpf im Mai. Dort standen 30,44 Sekunden zu
Buche.
Kreisbrandmeister Winter würdigte die Leistungsdichte bei
den Wehren. Bei den Männern lagen ganze 0,34 Sekunden
zwischen Platz 4 und 8. Der Vorsitzende des
Landesfeuerwehrverbandes, Hans-Ulrich Schlegel, würdigte das
Engagement der Kampfrichter um Hans Wink. Garitz/Bornum und
Zabitz bei den Frauen sowie Zabitz und Plodda bei den
Männern vertreten den Kreis Anhalt-Bitterfeld nun bei den
Landesmeisterschaften.
Zur Siegerehrung hatte die Wehren der Alltag schon wieder
eingeholt. Die Greppiner Wehr, 5. im Feld, musste zu einem
Brand abrücken …
Pechsträhne für Thalheimer Frauen
VON STEFANIE GREINER,

aktualisiert 15.08.10, 21:57h
THALHEIM/MZ. Es ist ein trüber
Samstagmorgen im Bitterfelder Ortsteil Thalheim. Für diese Zeit
recht ungewöhnlich scheint das erhöhte Verkehrsaufkommen.
Mehrere Feuerwehrfahrzeuge passieren den Ort in
Richtung Wolfen. Besonders eilig haben es die
Floriansjünger nicht.
In der Seitenstraße am Sportplatz kommen die Einsatzfahrzeuge
zum Stehen. Von einem Brand keine Spur. An diesem Tag geht es
für die Kameraden nämlich nicht um einen Kampf gegen lodernde
Flammen, sondern um einen sportlichen Wettbewerb. Seit der
Fusion der Altkreise Bitterfeld und Köthen sowie von Teilen des
Altkreises Anhalt-Zerbst zum Landkreis Anhalt-Bitterfeld findet
die erste Kreismeisterschaft im "Löschangriff nass" statt.
15 Männer- und fünf Frauenmannschaften gehen an den Start.
Gemeldet waren eigentlich mehr. "Schuld ist das Hochwasser",
erklärt Kreisbrandmeister Matthias Winter. Den Altkreis
Bitterfeld vertreten Teams aus Plodda, Thalheim, Greppin, Rödgen,
Löberitz und Marke.
Gewissenhaft bereiten sich die Frauen aus Thalheim auf den
Wettbewerb vor. Die Ausrüstung wird sorgfältig überprüft. Mit
einem Schlachtruf demonstriert die Mannschaft ihren
Siegeswillen. "Wir sind ein tolles Team", macht Waltraud Franze
deutlich. Seit 1962 mischen Thalheimer Frauenteams bei
sportlichen Löschangriffen mit.
An die Erfolge ihrer Vorgängerinnen will die Mannschaft bei der
Kreismeisterschaft anknüpfen. Das Glück ist allerdings nicht auf
ihrer Seite. Mehrere kleine Patzer führen dazu, dass der erste
Lauf nicht gewertet wird. Optimistisch starten die Frauen in
Runde zwei. Auch dieses Mal ist ihnen Schutzpatron Florian nicht
wohlgesonnen. Ein Schlauch hängt fest. Wichtige Sekunden gehen
verloren. Auch der zweite Lauf wird nicht gewertet. Ob die
Mannschaft überhaupt noch einmal bei einem Löschangriff an den
Start geht, steht in den Sternen. Engagierter Nachwuchs fehlt.
Die Frauen der Zabitzer Mannschaft sind von solchen Problemen
weit entfernt. Das Team setzt sich vornehmlich aus jungen
Starterinnen zusammen. "Ich will mindestens 120 Prozent geben",
macht Steffi Häntsch deutlich. Nervosität gehört für die
22-Jährige zum Wettbewerb dazu. "Man guckt fünf Mal, ob alles da
ist", schmunzelt die junge Frau.
Eine Unvorsichtigkeit macht ihr Vorhaben zunichte, dem Team zum
Sieg zu verhelfen. Mit zwei C-Schläuchen und einem B-Schlauch in
den Händen sprintet Steffi Häntsch los. Beim Zusammenkoppeln hat
sie Probleme und verletzt sich. Nach 64,77 Sekunden wird die
Zeit gestoppt. Das ist alles andere als zufriedenstellend.
Sichtlich frustriert ist auch die Zabitzer Männermannschaft nach
ihrem ersten Lauf. Anfangs klappt alles wie am Schnürchen: In
Windeseile werden die Saugschläuche an der Wasserentnahmestelle
miteinander verkoppelt. Auch die B- und C-Schläuche liegen
bereit. An der letzten Station hapert es. Die Lampe am
Auffangbehälter leuchtet nicht auf. Stattdessen quillt das Gefäß
über.
"Das passiert, wenn mit zu viel Druck gespritzt wird", erklärt
Matthias Winter. Frust auch bei der Mannschaft aus Plodda. "Hier
geht es um Zehntelsekunden", betont Mario Gebhardt. Jeder Liter
Wasser, der nicht im Auffangbehälter landet, kostet wertvolle
Zeit. Mit 23,72 Sekunden ist das Team angesichts dieser
technischen Mängel nicht zufrieden.
Am Ende muss sich die Mannschaft knapp der Konkurrenz aus Zabitz
geschlagen geben. In Runde zwei schaffte das Team aus dem
Altkreis Köthen eine Traumzeit von 22,73 Sekunden. "Es hat alles
gepasst", jubelt Lars Mansfeld. Auch für die Frauenmannschaft
läuft es beim zweiten Durchgang deutlich besser. Mit 30,73 ist
das Team sehr zufrieden.
Besser sind nur die Frauen der Freiwilligen Feuerwehr Garitz /
Bornum mit 30,17 Sekunden. Platz drei geht an Drosa mit 33,18
Sekunden. Bei den Männern freuen sich die Thalheimer über einen
erkämpften dritten Platz mit 24,25 Sekunden. Matthias Winter ist
mit diesen Ergebnissen sehr zufrieden. "Die Zeiten waren extrem
knapp", bemerkt er. Eine zehnköpfige Wettkampfjury stand dem
Kreisbrandmeister zur Seite.
Die erst- und zweitplatzierten Frauen- und Männermannschaften
nehmen an der Landesmeisterschaft im kommenden Jahr teil.
Matthias Winter erzählt, dass der "Löschangriff nass" unter den
Feuerwehren sehr umstritten ist. Er selbst befürwortet den
Wettbewerb - allein aus sportlicher Sicht. Neben Kraft und
Ausdauer zählt aber auch Teamgeist. "Solche Wettbewerbe halten
die Meute zusammen", ist der Zabitzer Trainer Stefan Liszka
überzeugt. Für das Gastteam aus Schmilkendorf hat sich die Fahrt
nach Thalheim nicht gelohnt. "Bei so wenigen Mannschaften ist
die Motivation nicht sehr groß", erklärt Thomas Merten. Er hatte
sich eine bessere Resonanz auf die Kreismeisterschaft erhofft.
Frust des Zabitzer Teams endet im Siegestaumel
VON STEFANIE GREINER,

aktualisiert 15.08.10, 22:31h
THALHEIM/MZ. Es ist ein trüber
Samstagmorgen im Bitterfelder Ortsteil Thalheim. Für diese Zeit
recht ungewöhnlich scheint das erhöhte Verkehrsaufkommen. Mehrere
Feuerwehrfahrzeuge passieren den Ort in
Richtung Wolfen. Besonders eilig haben es die Floriansjünger
nicht.
In der Seitenstraße am Sportplatz kommen die Einsatzfahrzeuge zum
Stehen. Von einem Brand keine Spur. An diesem Tag geht es für die
Kameraden nämlich nicht um einen Kampf gegen lodernde Flammen,
sondern um Zehntelsekunden. Seit der Fusion von Köthen, Bitterfeld
und Zerbst zum Landkreis Anhalt-Bitterfeld findet die erste
Kreismeisterschaft im "Löschangriff nass" statt.
15 Männer- und fünf Frauenmannschaften gehen an den Start. Gemeldet
waren eigentlich mehr. "Schuld ist das Hochwasser", erklärt
Kreisbrandmeister Matthias Winter. Den Altkreis Köthen vertreten
Teams aus Zabitz, Drosa, Radegast und Klietzen. "Solche Wettbewerbe
halten die Meute zusammen", ist Stefan Liszka überzeugt. Er
trainiert die Zabitzer Floriansjünger. Die Ortswehr hat - im
Gegensatz zur Freiwilligen Feuerwehr Köthen - deutlich weniger
Einsätze. Sportliche Wettbewerbe sind deshalb besonders wichtig für
Fitness und Teamgeist.
Frust im Zabitzer Team
"Wenn wir unter die ersten drei kommen, können wir zufrieden sein",
merkt Stefan Liszka an. Sein Favorit unter den Männermannschaften
ist Plodda. Mit diesem Gespür liegt der Trainer gar nicht so falsch.
Immerhin schafft die Mannschaft den ersten Durchgang in 23,72
Sekunden und liegt damit deutlich vor den Zabitzern.
Der Frust ist groß. Mit 34,38 Sekunden will sich das Team von Stefan
Liszka ganz und gar nicht zufrieden geben. Schließlich hat alles
reibungslos geklappt: In Windeseile wurden die Saugschläuche an der
Wasserentnahmestelle miteinander verkoppelt. Auch die B- und
C-Schläuche lagen bereit. Schuld an der schlechten Zeit war der
Auffangbehälter, aus dem das Wasser ungehindert herausquoll.
Normalerweise leuchtet eine Lampe auf, wenn das Gefäß voll ist. Aus
Sicht der Zabitzer Kameraden war irgendetwas faul.
"Das passiert, wenn mit zu viel Druck gespritzt wird", erklärt
Matthias Winter. Ungehindert vom Frust der Zabitzer Männermannschaft
bereiten sich die Frauen auf ihren ersten Lauf vor. "Man guckt fünf
Mal, ob alles da ist", macht Steffi Häntsch deutlich. Bei ihr sei
diese Korrektheit ein Zeichen von Nervosität. "Die Hände schwitzen.
Man geht zehn Mal auf Toilette", fährt die 22-Jährige fort.
Sie nimmt sich vor, mindestens 120 Prozent zu geben, um ihrer
Mannschaft zum Sieg zu verhelfen. Eine Unvorsichtigkeit macht dieses
Vorhaben zunichte. An der Pumpe klappt alles wie am Schnürchen. Mit
zwei C-Schläuchen und einem B-Schlauch in den Händen sprintet Steffi
Häntsch nach vorn. Beim Zusammenkoppeln hat die junge Frau Probleme
und verletzt sich. Nach 64,77 Sekunden wird die Zeit gestoppt. Das
ist alles andere als zufrieden stellend.
Der zweite Durchlauf muss besser werden. Darüber sind sich die
Frauen einig. Gespannt verfolgen sie den Lauf der Frauenmannschaft
aus Drosa. Seit drei Jahren haben die Kameradinnen nicht mehr an
einem Löschangriff teilgenommen. Für das Team geht es vorrangig
darum, Wettkampfluft zu schnuppern. "Der Spaß steht im Vordergrund",
betont Trainer Andreas Friedrich. Er lobt die Disziplin und den
Ehrgeiz der Frauen. Mit Juliane Cäsar geht für die Mannschaft eine
erfahrene Frau an den Start. "Ich hoffe, dass alles klappt", wünscht
sich die Drosaerin.
Ein bis zwei Mal pro Woche haben die Frauen trainiert. Im Wettkampf
kann trotzdem eine Menge schief gehen. Oftmals reichen
Kleinigkeiten. Diese Erfahrung machte die Frauenmannschaft aus
Thalheim. "Wir sind ein tolles Team", war Waltraud Franze zu Beginn
des Wettbewerbes zuversichtlich. Das Glück ist allerdings nicht auf
ihrer Seite. Beide Läufe werden nicht gewertet.
Traumhafte Zeit
Anders sieht es bei der Frauenmannschaft aus Zabitz aus. In Runde
zwei läuft alles nach Plan. 30,73 Sekunden sind für die Frauen eine
Topzeit. Besser ist nur die Mannschaft der Freiwilligen Feuerwehr
Garitz-Bornum mit 30,17 Sekunden. Die Frauen aus Drosa erreichen den
dritten Platz. Juliane Cäsar ist sehr zufrieden: Teamgeist und
Taktik haben gestimmt "Der Rest ist Übungssache", macht sie
deutlich.
Für die Überraschung des Tages sorgt die Männermannschaft aus Zabitz.
Den zweiten Lauf schaffen die Kameraden in einer traumhaften Zeit
von 22,73 Sekunden. "Das ist Wahnsinn", jubelt Feuerwehrmann Lars
Mansfeld. "Es hat alles gepasst."
Der «Spritzergott» verhilft zum Sieg
VON UWE LEHMANN,

21.06.10, 16:48h, aktualisiert 21.06.10, 20:05h
DROSA/MZ. Besseres Wetter konnten sich die
Feuerwehrsportler am Samstag auf der Wettkampfbahn in Drosa nicht
wünschen. Die Sonne lugte oft hinter den Wolken hervor, der angesagte
Regen blieb aus und die Temperaturen waren geradezu ideal für den 9.
Pokallauf der ortsansässigen Feuerwehr in der Disziplin Löschangriff
nass.
22 Mannschaften, darunter drei Frauenteams, aus ganz Sachsen-Anhalt
nahmen den Kampf um die begehrten Siegerpokale auf. Außerdem galt es
Punkte zu sammeln für den Sachsen-Anhalt-Cup(SAC), deren dritter
Wettkampf in Drosa stattfand. Die Wettkampfbahn im Naherholungszentrum (NEZ)
war an diesem Nachmittag Ziel zahlreicher Zuschauer. Die Mannschaften
kümmerten sich intensiv um ihr Equipment.
Man fühlte sich schon ein bisschen wie im Rennzirkus der Formel 1 -
schließlich waren die Pumpen, die zum Wettkampf gehörten, knallrot,
genauer gesagt, Ferrari-rot. Eile war geboten bei der Montage der
Schläuche, ihrem Transport über eine Strecke von 95 Metern und dem
zielgenauen Füllen eines Zehn-Liter-Behälters am Ende der Bahn. Die
Aktiven wurden von ihren Fans angefeuert. Das alles war spannend wie ein
Boxenstopp in Monte Carlo.
Und dann ging es auch schon richtig los. Zum Kommando des
Wettkampfgerichts hieß es: Schläuche kuppeln, Pumpe anschließen, Wasser
marsch und ab auf die Bahn zum Ziel. War dort der Zehn-Liter-Behälter
gefüllt, leuchtete eine rote Lampe und die Zeit wurde elektronisch
angezeigt - deutlich sichtbar für alle.
Gäste aus Nudersdorf vorn
Am schnellsten absolvierten diese Aufgabe wieder einmal "die Profis" vom
Team Nudersdorf. In einer Fabelzeit von 21,54 Sekunden schockierten sie
die Konkurrenz gleich im zweiten Duell des ersten Laufs. Als alle Läufe
beendet waren hörte man den erleichterten Aufschrei des Chefs vom Team
Nudersdorf, Rene Grunwald: "Ja, diesen Sieg haben wir gebraucht!" Denn
die erfolgsverwöhnten Randwittenberger lagen nach zwei Stationen im SAC
nur auf Platz zwei hinter dem diesmal fünftplatzierten Team aus Buch in
der Altmark. Diese Mannschaft hatte am Samstagvormittag noch den
Meistertitel ihres Landkreises gewonnen.
Danach reisten sie zusammen mit den Vizemeistern aus Stendal nach Drosa.
Die Stendaler revanchierten sich für die erlittene Niederlage, indem sie
im gemeinsamen Duell gegeneinander die Nase vorn hatten und den
Silberrang des Drosaer Wettkampfes errangen. Die Gastgeber erwischten
erneut, wie schon in den letzten Jahren bei der "Heimveranstaltung",
nicht ihren besten Tag. "Pleiten, Pech und Pannen" fasste Jens Frömmigen
die Missgeschicke seiner Aktiven zusammen. Ob nun nicht richtig
zusammengesetzte Kupplungen oder das Übertreten einer Linie, einiges
passte an diesem Tage nicht zusammen.
Einzig der Auftritt von Tim Zawada bedeutete am Samstag einen Streif am
Horizont. In Kreisen der Drosaer Floriansjünger auch "Spritzergott"
genannt, feierte er nach fünf Jahren Abstinenz sein Comeback.
Arbeitsbedingt verschlug es ihn nach Fürth. Am Wochenende war er wieder
einmal zu Besuch in seiner Heimat. Man fragte ihn, ob er nicht einmal
wieder Lust hätte, seine Qualitäten unter Beweis zu stellen. Das tat er
dann auch so, als ob er niemals aufgehört hätte. Er tat seinem Namen als
"Spritzergott" alle Ehre und verhalf seiner zweiten Mannschaft zum Sieg
über die eigene erste Vertretung.
Beim Wettbewerb der Frauen war einmal mehr das Team aus Zabitz nicht zu
bezwingen. Mit einer sehr guten Zeit von 31,61 Sekunden holten sie sich
nicht nur den Titel-Hattrick in Drosa, nein sie hätten auch einige
Herrenmannschaften in deren Konkurrenz hinter sich gelassen.
Nach diesem Wettkampf stand im Rahmen des SAC der
100-Meter-Hindernislauf auf dem Programm. Zwanzig Teilnehmer suchten in
zwei Wertungsläufen den Sieger bei dieser Wettkampfform des
Feuerwehrsports. Nach dem Startschuss beginnt der erste Sprintteil der
Disziplin. Es gilt die 23 Meter bis zur Eskaladierwand möglichst zügig
zu laufen, um diese anschließend schnell zu überwinden.
Spannung bei Hindernislauf
Fünf Meter nach der Wand erwarten den Sportler die beiden C-Schläuche,
die er aufnimmt. Mit diesen geht es nun über den Balken, was trotz einer
Breite von nur 18 Zentimeter ebenfalls zügig erfolgen sollte. Noch auf
dem Balken rollt der Sportler die beiden Schläuche aus, so dass er nur
noch die vier Kupplungen in den Händen hält. Dann läuft er wieder runter
vom Balken und kuppelt die beiden inneren Kupplungen zusammen. Am
Verteiler angekommen wird nun die verbliebene Kupplung an diesen
angekuppelt, um dann den Weg Richtung Ziel fort zu setzen. Auf den
verbleibenden 25 Meter muss nun noch die letzte Kupplung mit dem
Strahlrohr verbunden werden, welches der Sportler seit dem Start am Gurt
mit sich führt. Im Ziel wird dann die Zeit gestoppt, der Weltrekord
liegt bei 15,37 Sekunden.
Erstaunt stellten Tina Bringezu und Juliane Cäsar vom Zeitnehmertisch
fest, wie geschickt und elegant die Teilnehmer diese Strecke
bewältigten. Mit der schnellsten Zeit( 18,25 Sekunden) konnte Enrico
Hahn aus Nudersdorf den Siegerpokal in Empfang nehmen. Der Drosaer
Feuerwehrmann Andreas Friedrich erreichte im Gegensatz zu seinen
Konkurrenten ohne Training eine respektable Zeit und belegte Rang 13 im
Klassement. Alle Teilnehmer waren mit dem Nachmittag in Drosa mehr oder
weniger zufrieden. Allen hat es trotz des Wettkampfstresses Spaß gemacht
und Organisationschef Jens Frömmigen formuliert als Resümee: "Es hat
alles gepasst, sogar der Wettergott war auf unserer Seite."